

Schockmoment: Snowboarder Cam Bolton erleidet Genickbruch
Der australische Snowboarder Cam Bolton hat sich beim Training im Livigno Snow Park in Italien schwer verletzt. Der 35-Jährige, der sich auf seine vierten Olympischen Spiele vorbereitete, stürzte in einer Übungseinheit und brach sich dabei zwei Halswirbel. Trotz einer zunächst unauffälligen Erstuntersuchung durch sein Team verschlechterte sich sein Zustand in der Nacht drastisch. Am nächsten Morgen wurde er laut Eurosport mit starken Nackenschmerzen per Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Mailand gebracht, wo die bittere Diagnose gestellt wurde. Sein Traum von den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo ist damit jäh beendet.
Für den erfahrenen Snowboardcross-Spezialisten, der bereits in Sotschi, Pyeongchang und Peking um Medaillen kämpfte, bedeutet die Verletzung nicht nur sportlich einen herben Rückschlag. Seine Frau reiste umgehend an seine Seite, um ihn zu unterstützen. Teamchefin Alisa Camplin-Warner erklärte gegenüber der Presse: "Cam wollte seinem Team mitteilen, dass es ihm gut geht, dass er in guter Verfassung ist und gut versorgt wird." Sein Platz im Team wird nun von James Johnstone übernommen, der bei diesen Spielen sein olympisches Debüt geben wird.
Der dramatische Vorfall reiht sich in eine Serie unglücklicher Verletzungen im australischen Team ein, denn auch die Athletinnen Laura Peel, Daisy Thomas und Misaki Vaughan mussten ihre Olympia-Pläne aufgrund schwerer Verletzungen aufgeben. Cam, der von Weggefährten wie Britt Cox dafür gelobt wird, mit zunehmendem Alter immer besser geworden zu sein, wird trotz seines Ausfalls als mental gefasst beschrieben. Britt betonte im Sender Nine Today: "Es bricht mir das Herz, dass er uns nicht zeigen kann, wozu er fähig ist." Snowboardcross gilt als besonders risikoreiche Disziplin.






