14. Todestag: Das stand in Whitney Houstons Autopsiebericht

14. Todestag: Das stand in Whitney Houstons Autopsiebericht

- Helena Neukam
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Whitney Houston (†48) wurde am 11. Februar 2012 leblos in einer Hotelbadewanne im Beverly Hilton in Los Angeles gefunden. An diesem Tag vor vierzehn Jahren endete das Leben der Ausnahmestimme, die mit Hits wie "I Will Always Love You" Musikgeschichte schrieb. Gefunden wurde die Sängerin von ihrer Assistentin, in einem Badezimmer, in dem Ermittler später Spuren sicherstellten. Der offizielle Autopsiebericht nennt als Todesursache Ertrinken, begünstigt durch ein Herzleiden und Kokainkonsum. Whitney war 48 Jahre alt, als die Welt ein Idol verlor, das Millionen bewegte und zugleich mit inneren Dämonen kämpfte.

Die Obduktion zeichnete ein schonungsloses Bild. Dokumentiert wurden zahlreiche Abschürfungen, darunter eine alte senkrechte Narbe am linken Unterarm sowie Blessuren an Stirn, Nase, Schulter, Unterarm und linker Hand. Die gemessene Wassertemperatur lag bei ungefähr 34 Grad etwa sechs Stunden nach ihrem Tod; unmittelbar beim Baden war sie vermutlich deutlich heißer. Weil das Badewasser als "extrem heiß" gemessen wurde, verzeichnete der Bericht verbrühte Haut und "skin slippage" an Beinen und unterem Rücken. In dem Zimmer fanden Ermittler eine "weiße pudrige Substanz" auf mehreren Oberflächen, einen kleinen Löffel mit kristallinem Rückstand, aufgerolltes Papier, offene Alkoholflaschen und lose Tabletten. In der ITV-Dokumentation "Autopsy: The Last Hours of Whitney Houston" erklärte der forensische Pathologe Richard Shepherd, die Sängerin habe eine schwere Atherosklerose gehabt – ein "Zufurren" der Arterien. Ihre rechte Herzkranzarterie sei um 60 Prozent verengt gewesen, was bei so jungen Patienten auf zusätzliche Faktoren hindeute. Der Bericht vermerkte außerdem eine "blutige Absonderung aus der Nase" sowie eine fest angebrachte braune Perücke, obwohl Whitneys eigenes Haar dicht und wellig beschrieben wurde. Auch eine obere Zahnprothese wurde bestätigt.

Die Sängerin hatte über ihren Drogenkampf nie ein Geheimnis gemacht. In einem vielbeachteten Gespräch mit Oprah Winfrey (72) 2009 sagte sie, der Konsum sei nach den Dreharbeiten zu "Bodyguard" "heftig" geworden, sie habe Marihuana mit Crack gemischt. Abseits der Schlagzeilen war Whitney für Familie und Freunde jedoch mehr als die glitzernde Bühnenfigur: eine Tochter aus einem musikalischen Zuhause, eine Mutter, die in ruhigen Momenten Trost im Gospel fand und eine Frau, die sich an guten Tagen an kleinen Ritualen festhielt: gemeinsames Lachen, Telefonate spät in der Nacht, Gebete vor Auftritten. Weggefährten erinnern sich an ihre Wärme im Backstage-Bereich, an spontane Umarmungen und daran, wie sie jungen Talenten Mut zusprach. Diese persönlichen Erinnerungen tragen viele bis heute, vierzehn Jahre nach jenem Tag, an dem die Musik verstummte.

Whitney Houston im Jahr 2009
Getty Images
Whitney Houston im Jahr 2009
Whitney Houston in Las Vegas im September 2004
Getty Images
Whitney Houston in Las Vegas im September 2004
Whitney Houston in "The Bodyguard" 1992
Whitney Houston in "The Bodyguard" 1992
Klingt für euch die Erklärung mit Herzleiden plus Kokain als Todesursache schlüssig?