Neues Männerbild: Darum kommt "Off Campus"-Serie so gut an
Seit dem 13. Mai 2026 ist die Eishockeyserie Off Campus auf Prime Video verfügbar. Innerhalb von nur zwölf Tagen nach der Veröffentlichung zählte die Verfilmung der Buchreihe von Elle Kennedy bereits 36 Millionen Aufrufe und katapultierte sich damit auf Platz drei der erfolgreichsten Serienstarts in der Geschichte des Streamingdienstes. Die Serie folgt vier College-Eishockeyspielern – Garrett, Logan, Dean und Tucker – und zeigt laut dem Magazin wmn ein Männerbild, das mit klassischen Genre-Klischees bricht: Im Mittelpunkt stehen Männer, die verletzlich sind, aktiv zuhören und Verantwortung übernehmen.
Gavia Baker-Whitelaw, Kritikerin beim TV Guide, lobt die Hauptcharaktere als "eine Oase der Zustimmungskultur in einem Umfeld, das sonst toxische Männlichkeit fördert". Respekt und gegenseitiges Einverständnis ziehen sich wie ein roter Faden durch die Serie – sei es in Szenen über Intimität oder in der Art, wie die Figuren miteinander und mit anderen umgehen. Was die Serie außerdem von anderen College-Romanzen unterscheidet, ist ihr offener Umgang mit ernsteren gesellschaftlichen Themen. Sexualisierte Gewalt, psychische Belastungen, familiäre Gewalt und Einsamkeit werden klar benannt und authentisch dargestellt, ohne verharmlosend zu wirken.
Besonders die Figur des Dean ist dabei ein Fan-Favorit geworden. Obwohl er zu Beginn wie ein klassischer Playboy wirkt, entpuppt er sich im Verlauf der Serie als einer der empathischsten Charaktere. Christoph May, Mitgründer des Instituts für Kritische Männerforschung, erklärt, warum solche Darstellungen eine Wirkung haben: "Die meisten unterschätzen die Macht von Männerbildern, das prägt uns früh." Dass Dean den Nerv vieler Zuschauer trifft, zeigt sich auch daran, dass die Begeisterung rund um seine Figur weit über die Serie hinausgeht. So sorgte zuletzt ein Google-Easter-Egg für Aufruhr in der BookTok-Community.










