Ghislaine Maxwell will das Urteil im Epstein-Fall kippen

Ghislaine Maxwell will das Urteil im Epstein-Fall kippen

- Promiflash Redaktion
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Ghislaine Maxwell (64) startet den nächsten Versuch, ihre Verurteilung im Skandal um Jeffrey Epstein (†66) zu kippen. In neuen Unterlagen, die jetzt vor einem Bundesgericht in New York eingereicht wurden, behauptet die frühere Unternehmerin, dass ihre Rechte im Prozess massiv verletzt worden seien. Dabei beruft sie sich auf Dokumente aus den sogenannten Epstein Files, die Anfang des Jahres öffentlich geworden sind. Diese Papiere sollen belegen, dass Anwälte der mutmaßlichen Opfer wie Staatsanwälte gehandelt und damit als "De-facto-Vertreter der Regierung" agiert hätten. Die Staatsanwaltschaft in Manhattan weist diese Vorwürfe strikt zurück und hält Urteil und Strafe weiter für rechtmäßig.

In ihrem geänderten Antrag auf einen sogenannten Habeas-Corpus-Beschluss geht Ghislaine ins Detail: Sie verweist unter anderem auf ein Schreiben eines früheren Bundesanwalts, der laut den Dokumenten erklärt haben soll: "Ich tat, was ich konnte", um die Anwälte der Frauen zu unterstützen. Die 64-Jährige leitet daraus ab, dass die Grenze zwischen privater Vertretung und staatlicher Strafverfolgung verwischt worden sei. Außerdem wirft sie den Behörden vor, wichtige Zeugen nicht ausreichend befragt zu haben. So kritisiert sie etwa, dass der frühere Epstein-Vertraute und Milliardär Leslie Wexner nicht von den Anklägern vernommen worden sei, obwohl er Epstein viele Jahre nahegestanden habe. Die Staatsanwaltschaft kontert in einem eigenen Schriftsatz, die neuen Argumente seien entweder viel zu spät erhoben oder inhaltlich haltlos und würden weder das Verfahren noch das Urteil infrage stellen.

Während Ghislaine im Gefängnis in Bryan, Texas, weiter an ihrer Freilassung arbeitet, steht ihr Alltag ohnehin im Fokus der Öffentlichkeit. In der Vergangenheit hatten US-Politiker nach einem Besuch der Haftanstalt bereits Fragen aufgeworfen, ob die Einrichtung mit ihrem parkähnlichen Gelände und dem vergleichsweise offenen Regime zu den komfortableren Gefängnissen des Landes gehört. Ghislaine verbüßt dort ihre 20-jährige Haftstrafe und könnte nach derzeitiger Planung 2037 entlassen werden. Die frühere Weggefährtin von Epstein, die in den 90er-Jahren in New Yorker Highsociety-Kreisen verkehrte und damals als schillernde Gastgeberin galt, tritt seit ihrer Inhaftierung vor allem als Kämpferin in eigener Sache auf: Sie vertritt sich in dem aktuellen Verfahren selbst und versucht, mit juristischen Mitteln ihre Vergangenheit neu aufzurollen.

Ghislaine Maxwell 2003 in New York City
Getty Images
Ghislaine Maxwell 2003 in New York City
Ghislaine Maxwell und Jeffrey Epstein in New York
Imago
Ghislaine Maxwell und Jeffrey Epstein in New York
Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell
ZUMA Press Wire / Zuma Press
Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell
Wie wirkt auf euch Maxwells neue Argumentation mit den "Epstein Akten"?