Pulli weg: Ghislaine Maxwell verursacht Gefängnis-Lockdown

Pulli weg: Ghislaine Maxwell verursacht Gefängnis-Lockdown

- Promiflash Redaktion
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Ein vermeintlich verschwundener Pullover hat im texanischen Bundesgefängnis, in dem Ghislaine Maxwell (64) ihre 20-jährige Haftstrafe verbüßt, für einen stundenlangen Lockdown gesorgt. Die verurteilte Sexualstraftäterin soll Gefängnispersonal alarmiert haben, nachdem ein Fleecepullover, den sie in der Gefängniskantine erworben hatte, nicht mehr auffindbar war. Laut einem Bericht von RadarOnline bestand Maxwell darauf, dass sich in den Taschen des Kleidungsstücks ihr Gefängnisausweis sowie wichtige Unterlagen befanden – woraufhin die Behörden eine Suchaktion einleiteten. Hunderte Insassinnen wurden in ihre Schlafsäle geschickt, während das Personal das Gebäude durchsuchte.

Der Lockdown dauerte Insidern zufolge zwischen vier und fünf Stunden. Aufgelöst wurde er erst, als eine Mitgefangene angab, den Pullover versehentlich mitgenommen zu haben – mit der Absicht, ihn zurückzugeben. "Niemand hatte etwas gestohlen. Diese Frau hatte ihn aufgehoben, um ihn zurückzugeben", erklärte eine Quelle gegenüber RadarOnline. "Es war alles ein unschuldiger Irrtum, aber sie hielten trotzdem alle vier oder fünf Stunden lang für ihre Ermittlungen fest." Ein Insider betonte außerdem, dass ein derartiger Aufwand für so einen lapidaren Anlass ungewöhnlich sei: "Das passiert ein paarmal im Monat wegen einer Schlägerei, einem medizinischen Notfall oder einer routinemäßigen Zählung – aber niemals wegen eines verlorenen Pullovers."

Abseits des Pullover-Vorfalls berichten Insider auch von angeblichen Vergünstigungen, die Maxwell im Gefängnis genießen soll. So soll sie sich ihren Wohnbereich lediglich mit einer weiteren Person teilen, während viele andere Insassinnen in Vierbettzimmern untergebracht sind. Zudem soll sie eine alte elektrische IBM-Schreibmaschine in ihrem Zimmer haben, die sie in Unterrichtsstunden mitnimmt. Berichten zufolge arbeitet sie damit an einem Buch. Die US-Bundesgefängnisbehörde wies die Vorwürfe einer Bevorzugung zurück. Sprecher Donald Murphy erklärte gegenüber der Daily Mail, dass Mitarbeitenden der Behörde ausdrücklich verboten sei, einzelnen Gefangenen Sonderbehandlungen zu gewähren: "Jede Abweichung von diesem Standard untergräbt das öffentliche Vertrauen und die faire Rechtsprechung." Maxwell wurde 2021 wegen der Anwerbung und des Missbrauchs minderjähriger Mädchen für den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) verurteilt.

Vor wenigen Tagen wurde auch bekannt, dass Ghislaine juristisch den nächsten Anlauf genommen hat, um ihre Verurteilung im Epstein-Skandal zu kippen. In neuen Unterlagen, die vor einem Bundesgericht in New York eingereicht wurden, behauptete sie, ihre Rechte im Prozess seien massiv verletzt worden. Dabei berief sie sich auf Dokumente aus den sogenannten Epstein Files, die Anfang des Jahres öffentlich geworden waren. Diese sollten belegen, dass Anwälte mutmaßlicher Opfer als "De-facto-Vertreter der Regierung" agiert hätten. Die Staatsanwaltschaft in Manhattan wies das damals strikt zurück und hielt Urteil und Strafe weiter für rechtmäßig.

Ghislaine Maxwell, US-amerikanische Unternehmerin
Getty Images
Ghislaine Maxwell, US-amerikanische Unternehmerin
Ghislaine Maxwell und Jeffrey Epstein in New York
Imago
Ghislaine Maxwell und Jeffrey Epstein in New York
Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell
ZUMA Press Wire / Zuma Press
Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell
Prinz Andrew, Virginia Roberts Giuffre und Ghislaine Maxwell, "Jeffrey Epstein: Stinkreich"
© "Jeffrey Epstein: Stinkreich" / 2020 Netflix
Prinz Andrew, Virginia Roberts Giuffre und Ghislaine Maxwell, "Jeffrey Epstein: Stinkreich"
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