Vormundschaft: Wendy Williams bittet Paparazzi um Hilfe
Ein kurzer Ausflug durch New York City wurde für Wendy Williams (62) zur Gelegenheit, sich Gehör zu verschaffen. Wie Page Six berichtet, wurde die Moderatorin bei ihrem seltenen Auftritt in der Öffentlichkeit von einem Paparazzo auf ihre aktuelle Lage angesprochen – und antwortete mit einem eindringlichen Hilferuf. "Ich will da raus!", erklärte sie und machte unmissverständlich klar, dass sie die gerichtlich angeordnete Vormundschaft endlich beenden möchte. Für die frühere Talkshowqueen war es der erste öffentliche Auftritt seit Februar.
Die Vormundschaft besteht bereits seit Mai 2022. Damals hatte die Bank Wells Fargo gegenüber einem Richter des New York Supreme Court Zweifel geäußert, ob die Moderatorin ihre finanziellen Angelegenheiten noch selbst regeln könne. Daraufhin wurde die New Yorker Anwältin Sabrina E. Morrissey zu ihrem gesetzlichen Vormund bestimmt. Wendy wehrte sich von Beginn an gegen diese Entscheidung. "Sie sagen, dass ich jemanden brauche, der sich um meine Konten kümmert, und das will ich nicht. Ich will mein ganzes Geld", erklärte sie in einem Interview mit "Good Morning America".
2024 wurde dann öffentlich gemacht, dass bei ihr nach Tests im Jahr 2023 eine frontotemporale Demenz und Aphasie diagnostiziert worden waren. Nach weiteren Untersuchungen rückten Ärzte im November 2025 allerdings von der Demenzdiagnose ab. Ihr Anwalt Joe Tacopina versuchte anschließend vergeblich, die Vormundschaft bis Ende 2025 aufheben zu lassen. Schon im März 2025 hatte Wendy einen Zettel mit der Aufschrift "Hilfe! Wendy!!" aus dem Fenster ihrer betreuten Wohneinrichtung geworfen. In eben dieser New Yorker Einrichtung lebt die Moderatorin nach wie vor. Einem Bericht von Page Six aus dem November 2025 zufolge braucht sie die Zustimmung ihres Vormunds, um das Gebäude überhaupt verlassen zu dürfen.
Unterstützung erhielt sie zuletzt von unerwarteter Seite. Ihr Ex-Mann Kevin Hunter, mit dem sie von 1999 bis 2020 verheiratet war, reichte im Juni 2025 eine Klage über umgerechnet 215 Millionen Euro ein, um die Vormundschaft zu beenden. Diese sei "zu einer Waffe geworden, nicht zu einem Schutzschild", hieß es in den Unterlagen. Der Anwalt von Sabrina wies die gegen die Vormündin erhobenen Vorwürfe laut TMZ zurück – sie seien "unwahr, ungenau, unvollständig oder irreführend".









