Chaka Khan rechnet eiskalt mit wilden Prince-Gerüchten ab
Seit Jahren halten sich hartnäckig die Gerüchte über eine Liebelei zwischen Chaka Khan (73) und ihrem 2016 verstorbenen Freund Prince (†57) – demnach soll es mehr als nur gemeinsame Studiostunden gegeben haben. Mit diesen Gerüchten räumt die Sängerin jetzt im Gespräch mit The Observer gründlich auf: Intim seien die beiden nie gewesen – und eine erfundene Romanze werde sie ihren Fans nicht auftischen. "Ich werde dich nicht anlügen und deine Fantasie weiter anheizen. Das hier ist nicht Disneyland. Ich lebe in der Realität", stellt sie klar. Dass ihre enge Verbindung zu dem Musiker immer wieder sexualisiert wird, ärgert sie hörbar. "Verdammt, ja! Es ist traurig, dass sie einfach annehmen, ich sei entweder eine H*re oder eine Sängerin. Entscheidet euch! Was soll ich denn sein?", schimpft sie. Vor allem mit Blick auf die vielen männlichen Kollegen, mit denen sie im Laufe ihrer Karriere unterwegs war, fügt sie hinzu: "Wenn ich mit all den Männern geschlafen hätte, mit denen ich auf Tour war, weiß ich nicht, was ich heute wäre. Ich wäre wahrscheinlich tot."
Laut Chaka bestand die tatsächliche Verbindung der beiden aus einer prägenden Freundschaft und einer künstlerischen Zusammenarbeit. Prince habe ihr in einer schwierigen Phase ihrer Laufbahn zu neuem Mut verholfen. Damals litt sie nach eigenen Angaben massiv unter dem Druck ihrer Plattenfirma, weinte viel und verlor beinahe die Liebe zur Musik. "Ich war bereit, das Handtuch zu werfen, und dann kam Prince", erinnert sie sich gegenüber The Observer. Über seine Bedeutung für sie sagt die Musikerin: "Er holte mich aus einer Situation heraus, in der ich nur noch versucht hatte, zu überleben. Meine Plattenfirma saß mir im Nacken und behandelte mich so gemein wie nur möglich." 1984 nahm sie dann ihre Version von "I Feel for You" auf, den Prince geschrieben hatte. Der Track landete auf Platz drei der Billboard Hot 100 und bescherte ihr einen Grammy. Prince selbst beschreibt sie als tiefgründigen, wunderschönen Denker, der Ideen scheinbar aus der Luft griff und andere damit verblüffte.
Kennengelernt hatten sich die beiden bereits 1977, als Prince an seinem Debütalbum arbeitete. Der Beginn ihrer Bekanntschaft verlief allerdings ziemlich holprig, wie Chaka einige Jahre später The Guardian erzählte: Prince rief in ihrem Hotelzimmer an und gab sich zunächst als ihr enger Freund Sly Stone aus, um sie in ein Studio in Marin County zu locken. Dort traf sie dann statt Sly nur auf den Musiker mit einer Gitarre in der Hand. Als er den Schwindel beichtete, reagierte sie entsprechend wenig begeistert: "Nun, wer zum Teufel bist du?" Aus diesem kuriosen Start wurde dennoch eine enge Freundschaft – rückblickend bezeichnete sich die Sängerin als seine Vertraute. Am 21. April 2016 starb Prince an einer versehentlichen Fentanylüberdosis. Von seinem Problem mit Schmerzmitteln habe sie nichts gewusst, erklärte Chaka damals. Seinen Tod habe sie allerdings zum Anlass genommen, ihren eigenen Umgang mit Schmerzmitteln beim Arzt überprüfen zu lassen.










