Danger Dan macht frühere Liebe zu einem Mann öffentlich
Er wurde als Mitglied der Rappertruppe "Antilopen Gang" bekannt und landete 2021 mit dem Song "Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt" einen Riesenerfolg – nun überrascht Danger Dan mit einer ganz persönlichen Botschaft: Der Musiker hat sich öffentlich als queer geoutet. Im Gespräch mit dem Tagesspiegel berichtet der 43-Jährige erstmals von einer früheren Beziehung zu einem Mann und unterstreicht seine Verbundenheit mit der queeren Community: "Ich solidarisiere mich nicht nur mit euch, sondern ich bin einer von euch." Mit diesem kraftvollen Bekenntnis möchte der Sänger vor allem Mut machen – und zeigen, dass man sich 2026 für seine Gefühle keineswegs verstecken muss.
Wie zu erwarten, lässt sich der Künstler allerdings nur ungern in starre Muster oder feste Schubladen zwängen. Über seine Gefühle dachte er früher recht pragmatisch nach, wie er im Interview rückblickend verrät: "Ich habe mich zwar nie als besonders hetero erlebt, aber auch nicht als schwul oder bi. Mir war sowas immer recht schnurz", gesteht der Musiker offen. Auf seinem neuen Album, das den passenden Titel "Keine Angst" trägt und am 2. Oktober 2026 erscheint, verarbeitet er die damalige Liebesgeschichte mit seinem Verflossenen nun sogar in Form eines schwulen Liebeslieds und gibt seinen Fans damit einen ehrlichen Einblick direkt in sein Herz.
Neben seinen Gefühlen spricht der bürgerlich als Daniel Pongratz bekannte Musiker im Interview über ein weiteres Thema, das seinen Alltag stark prägt: Er leidet an der erblichen Augenkrankheit Retinitis pigmentosa und verliert langsam seine Sehkraft. Die Diagnose lehrte ihn jedoch, das Dasein viel bewusster zu genießen. "Die Konfrontation mit der eigenen Endlichkeit kann, so bitter sie ist, daran erinnern, wie wertvoll jeder Augenblick ist", erklärt Daniel im Gespräch. Damit der "Kunstfreiheit"-Interpret trotz der Sehbehinderung weiterhin vor Publikum auftreten kann, erhält er tatkräftige Unterstützung: Hinter den Kulissen leuchten ihm Begleiter mit Taschenlampen den Weg, während ein leuchtendes Neonkreuz auf dem Klavierhocker dafür sorgt, dass er seinen Platz am Instrument sofort findet.
























