Spielbergs größter Fehler wurde ausgerechnet eine Komödie

Spielbergs größter Fehler wurde ausgerechnet eine Komödie

- Lisa Mayr
Lesezeit: 3 min
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Steven Spielberg (79) gehört dank Kinohits wie "Der weiße Hai" und "E.T. - Der Außerirdische" zu den erfolgreichsten Regisseuren Hollywoods. Doch ausgerechnet seine einzige echte Komödie bereitet ihm bis heute Unbehagen. Bei "1941 - Wo bitte geht's nach Hollywood?" verlor sich Steven in den kleinsten Details und trieb die Produktion dadurch immer weiter in die Länge. Das Studio hatte ihm für das Projekt ein Budget ohne feste Obergrenze zur Verfügung gestellt. Diesen Freiraum nutzte er während der insgesamt 178 Drehtage offenbar voll aus. "Und dann dauerte der Dreh 178 Tage, weil ich selbst bei den minimalsten Details Regie führte. Das war der schlimmste Fehler, den man hätte machen können", erklärte der Filmemacher laut Variety. Am Set habe er trotzdem eine großartige Zeit gehabt. Bei der ersten Vorführung im Kino folgte jedoch die Ernüchterung: Statt lautem Gelächter herrschte im Saal nahezu völlige Stille.

Die satirische Kriegskomödie kam 1979 in die Kinos und konnte Publikum und Kritiker nur teilweise überzeugen. Zwar erhielten die visuellen Effekte und die Filmmusik durchaus Anerkennung, doch unter anderem die schwerfällige Dramaturgie führte zu eher mittelmäßigen bis schlechten Kritiken. Für Steven war vor allem die Reaktion im Kinosaal ein einschneidendes Erlebnis. "Aber als ich den Film zum ersten Mal in einem Kino zeigte, hätte man eine Stecknadel fallen hören können", erinnerte er sich. Seine bittere Bilanz lautete: "Es war die erste Komödie der Geschichte, die niemanden zum Lachen brachte." Finanziell entwickelte sich "1941 - Wo bitte geht's nach Hollywood?" allerdings nicht zu dem vielfach vermuteten Totalausfall. Laut den Zahlen von The Numbers spielte der Film genug ein, um nicht als Flop zu gelten. Seinen hartnäckigen Ruf als eines der schwächeren Werke des Starregisseurs konnte er dennoch nie abschütteln.

Die Geschichte von "1941 - Wo bitte geht's nach Hollywood?" spielt kurz nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor. Japanische und deutsche Soldaten planen, Hollywood mit einem U-Boot anzugreifen, finden ihr eigentliches Ziel jedoch nicht. Gleichzeitig geraten die amerikanischen Verteidiger derart in Panik, dass sie selbst für erhebliche Verwüstungen sorgen. Vor der Kamera standen unter anderem Toshirô Mifune, Christopher Lee (†93), Dan Aykroyd (74) und John Belushi (†33). Wie sehr Steven die ausbleibenden Lacher damals getroffen haben, machte er Jahre später im Dokumentarfilm "Spielberg" mit drastischen Worten deutlich. "Es war, als hätte ich ein Kriegsverbrechen begangen", erklärte er darin laut Far Out Magazine. Die Erfahrung beeinflusste auch seine weitere Laufbahn: Eine weitere reine Komödie drehte der Regisseur, der sich kürzlich zum Einsatz von KI in Hollywood äußerte, danach nicht mehr. Humorvolle und leichtere Momente baute er später zwar in Filmdramen wie "Catch Me If You Can" und "Terminal" ein, dem klassischen Komödiengenre kehrte er als Regisseur jedoch den Rücken.

Steven Spielberg bei den Annual Writers Guild Awards 2023
Getty Images
Steven Spielberg bei den Annual Writers Guild Awards 2023
Sir Christopher Lee bei der Premiere von "Triage" beim 4. Rom Filmfest 2009
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Steven Spielberg
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Steven Spielberg
Könnt ihr verstehen, dass Steven nach diesem Kino-Erlebnis keine reine Komödie mehr drehen wollte?