Nach Transplantation kämpft Mette-Marit mit Rückschlägen

Nach Transplantation kämpft Mette-Marit mit Rückschlägen

- Lisa Federschmidt
Lesezeit: 2 min
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Königin Mette-Marit von Norwegen (53) erholt sich nach ihrer Lungentransplantation im Juni weiterhin nur langsam. Wie ihr behandelnder Lungenarzt Are Holm bestätigte, kam es seit dem Eingriff mehrfach zu Komplikationen. Deshalb konnte die Royal auch nicht an der Vereidigung ihres Ehemanns König Haakon (53) teilnehmen und wurde stattdessen ärztlich überwacht. Eine Woche später verfolgte sie die Trauerprozession für König Harald (†89) gemeinsam mit Königin Sonja (89) aus einem Fahrzeug, während die übrigen Familienmitglieder hinter dem Sarg hergingen. Medizinisch sei ein solcher Verlauf in den ersten Monaten nach einer Lungentransplantation jedoch nicht ungewöhnlich. "Komplikationen sind sehr, sehr häufig. Wir sagen tatsächlich allen unseren Patienten, dass niemand dies ohne gewisse Komplikationen übersteht", erklärte Experte Hans Henrik Lawaetz Schultz gegenüber TV 2.

Besonders die ersten Wochen nach einer Lungentransplantation gelten als sensible Phase, da vor allem zwei bis sechs Wochen nach dem Eingriff eine akute Abstoßungsreaktion auftreten kann. Regelmäßige Gewebeproben sind deshalb wichtig, zumal sich eine solche Reaktion nicht bei allen Betroffenen durch Atemnot bemerkbar macht. Schwere Verläufe seien laut Hans Henrik zwar selten und ließen sich häufig durch eine Anpassung der Medikamente behandeln, doch die notwendige Unterdrückung des Immunsystems erhöht gleichzeitig die Anfälligkeit für Infektionen. Diese können unter anderem Blase oder Darm betreffen und in schweren Fällen zu einer Blutvergiftung führen. Zusätzlich kann der Aufenthalt auf der Intensivstation einen deutlichen Muskelabbau verursachen, dessen Folgen noch Wochen oder Monate spürbar sind.

Wie schnell sich Patienten nach einer Lungentransplantation erholen, kann sehr unterschiedlich sein. "Manche schaffen das in drei Monaten, aber manche brauchen vielleicht ein Jahr oder anderthalb Jahre, um wieder auf die Beine zu kommen", erklärte Jesper Magnusson, medizinischer Leiter für Lungentransplantationen am Sahlgrenska-Universitätsklinikum. Der norwegische Hof hatte bei Mette-Marit zunächst mit einer Erholungsphase von etwa sechs Monaten gerechnet und in dieser Zeit keine offiziellen Termine vorgesehen. Als sie kurzfristig Haakons Vereidigung am 1. September absagen musste, verwies das Königshaus auf Komplikationen nach der Transplantation. Fernseharzt Peter Qvortrup Geisling vermutete damals einen Zusammenhang mit den notwendigen Medikamenten und sah keinen Grund zu größerer Sorge. Langfristig seien Arbeit, Reisen und ein aktiver Alltag für viele Patienten wieder möglich, erklärte Hans Henrik Lawaetz Schultz, allerdings mit Einschränkungen: "Man wird nie wieder ein ganz normales Leben führen können."

Kronprinzessin Mette-Marit bei der Trauerfeier für König Harald V in Oslo
Getty Images
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Mette-Marit feiert den norwegischen Verfassungstag in Skaugum, Oslo, am 17. Mai 2026
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Königin Mette-Marit, Königin Sonja, Prinzessin Märtha Louise und König Haakon VIII. gedenken König Harald V. vor dem Schloss in Oslo
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Findet ihr, der norwegische Hof sollte Mette-Marit bis zur vollständigen Stabilisierung komplett von Terminen freistellen?