Borg krönt Djokovic zum größten Tennisstar aller Zeiten
Bei der Frage nach dem Größten der Großen hat Björn Borg eine klare Antwort: Für die schwedische Tennislegende steht Novak Djokovic (39) ganz oben. Im Gespräch mit Sky Sports setzte Borg den Serben auf Platz eins und dessen langjährige Rivalen Roger Federer (45) und Rafael Nadal gemeinsam auf Rang zwei. "Wenn ich sehe, wie Djokovic spielt, ist er für mich der größte Spieler, der je dieses Spiel gespielt hat", erklärte Björn. "Danach kommen Federer und Nadal auf den zweiten Platz. Sie teilen sich den zweiten Platz." Borg konnte sich sein Urteil zudem aus unmittelbarer Nähe bilden: Als Kapitän von Team Europe beim Laver Cup arbeitete er mit allen drei Tennisgrößen direkt zusammen.
Seine Einschätzung zu Djokovic äußerte Björn bereits im vergangenen Jahr im Gespräch mit Sky Sports. Besonders beeindruckte ihn damals, dass Novak auch mit 38 Jahren noch auf höchstem Niveau spielte und weiter den Gewinn seines 25. Grand-Slam-Titels anstrebte. "Es ist unglaublich, wie er immer noch diese Art von Tennis spielen kann. Ich bin sehr beeindruckt", sagte der Schwede. "Ich weiß, dass er diesen 25. Grand-Slam-Titel gewinnen will. Ich hoffe, dass er zumindest noch ein Jahr spielt, denn bei diesem Tennis, das er spielt, wird es mit Sinner und Alcaraz und einigen anderen Spielern schwierig, aber er kann es trotzdem schaffen." Björn selbst gewann in seiner Karriere elf Grand-Slam-Titel. 1983 erklärte er zunächst seinen Rücktritt, kehrte 1991 noch einmal auf die Profitour zurück und beendete seine Karriere 1993 endgültig. Beim Laver Cup 2026 hat Yannick Noah das Kapitänsamt von Team Europe inne.
Wie es mit Novaks Karriere weitergeht, ist nach seinem frühen US-Open-Aus wieder ein Thema. Ende August 2026 verlor der 39-Jährige in New York bereits in der ersten Runde gegen Mariano Navone. Während der Fünfsatzpartie hatte er mit körperlichen Problemen zu kämpfen, musste sich übergeben und erbrach sich schließlich sogar in einen Handtuchbehälter. Anschließend beschrieb Novak im Gespräch mit Journalisten, wie schlecht er sich auf dem Platz gefühlt habe: "Es war offensichtlich ein schreckliches Gefühl auf dem Platz für mich." Nur wenige Tage vor dem Turnier hatte er in seiner Prime-Video-Dokumentation "Novak Djokovic: The Wolf in Winter" offen über seine Zukunft gesprochen. Einen konkreten Rücktrittstermin nannte er nicht. Stattdessen machte er deutlich, dass er weiterspielen wolle, solange er den Antrieb und die Leidenschaft habe sowie das Gefühl, weiterhin Turniere gewinnen und zu den besten Spielern der Welt gehören zu können. Bereits seit einigen Jahren richtet Novak seinen Spielplan stärker auf die Grand Slams aus, die für ihn nach eigener Aussage besonders wichtig sind. Nach dem Aus in New York steht der Serbe aktuell auf Platz zwölf der Weltrangliste. Seine Jahresendplatzierung lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht seriös festlegen.























