F1-Profi Bottas radelt über 400 km zum nächsten Grand Prix

F1-Profi Bottas radelt über 400 km zum nächsten Grand Prix

- Yasmin Keller
Lesezeit: 2 min
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Während die meisten Formel-1-Stars zwischen zwei Rennwochenenden ins Flugzeug steigen, wählte Valtteri Bottas (37) einen deutlich schweißtreibenderen Weg: Der Finne setzte sich nach dem Grand Prix von Malaysia auf sein Gravelbike und fuhr damit bis nach Singapur. Vier Tage war der 37-Jährige unterwegs, mehr als 400 Kilometer legte er dabei zurück – rechtzeitig zu den Medienterminen für den Großen Preis von Singapur traf er ein. Seine ungewöhnliche Tour hatte Valtteri zuvor mit einem Video vom Start in den sozialen Medien angekündigt. "Jep, ich radle nach Singapur", erklärte er auf Instagram. Damit nahm der Rennfahrer eine mehrtägige und kräftezehrende Fahrt auf zwei Rädern auf sich, nur um kurz darauf wieder in einen Formel-1-Rennwagen zu steigen. Während auf der Rennstrecke normalerweise Geschwindigkeit zählt, musste Valtteri seine Kräfte bei dieser Etappe über mehrere Tage einteilen. Dennoch kam er pünktlich am Ziel an und konnte seinen Verpflichtungen vor dem Grand Prix wie vorgesehen nachkommen.

Dass Bottas früher als geplant in die Pedale treten konnte, hatte einen unfreiwilligen Grund: Beim letzten Rennen in Sepang war er vorzeitig ausgeschieden. Der Malaysia-Grand-Prix verlief ohnehin reichlich chaotisch. Wegen starken Regens musste der Start verschoben werden, später kämpften gleich mehrere Fahrer mit unerwarteten Problemen an ihren Wagen. Selbst der Red Bull des späteren Siegers Max Verstappen (29) und der Ferrari von Lewis Hamilton (41) kamen schon vorab während der Formationsrunde zeitweise kaum voran. Der Technische Einsitzer-Direktor der FIA Nikolas Tombazis erklärte laut Welt: "Jetzt müssen wir die Faktoren genau analysieren und verstehen. Ich kenne die vollständige Antwort noch nicht." Für den Finnen bedeutete das frühe Aus immerhin, dass er seine Reiseroute früher in Angriff nehmen konnte als ursprünglich gedacht.

Ganz aus der Luft gegriffen war die Mammuttour allerdings nicht. Der frühere Mercedes-Pilot gilt als leidenschaftlicher Radfahrer und ist auch abseits der Rennstrecken regelmäßig auf zwei Rädern unterwegs. Schon in der Vergangenheit nutzte er das Rad als Ausgleich zum Cockpit-Alltag. Auch privat spielt der Sport eine große Rolle in seinem Leben: Bottas ist mit der australischen Radrennfahrerin Tiffany Cromwell liiert. Während Tiffany im professionellen Radsport antritt, liegt Valtteris beruflicher Schwerpunkt weiterhin im Cockpit eines Rennwagens. Die mehr als 400 Kilometer lange Strecke nach Singapur brachte diese beiden sportlichen Seiten nun besonders deutlich zusammen.

Valtteri Bottas trifft per Fahrrad im Fahrerlager in Monza ein
Getty Images
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Valtteri Bottas trifft vor dem Formel-1-Grand-Prix von Bahrain in Sepang ein
Getty Images
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Max Verstappen vor Andrea Kimi Antonelli und George Russell beim Großen Preis von Bahrain in Sepang, Kuala Lumpur
Getty Images
Max Verstappen vor Andrea Kimi Antonelli und George Russell beim Großen Preis von Bahrain in Sepang, Kuala Lumpur
Hat Valtteri Bottas mit seiner Radtour zum Singapur-Grand-Prix abgeliefert?