Nach Schlaganfall findet Sharon Stone Halt in der Kunst
Hinter Sharon Stone (68) liegen Jahre voller schmerzhafter Erfahrungen, über die sie nun ungewöhnlich offen spricht. In ihrem Zuhause in Beverly Hills gab die Schauspielerin dem französischen Magazin Paris Match Einblicke in ihr Leben abseits des roten Teppichs. Neun Fehlgeburten musste die Hollywoodikone verkraften, bevor sie mit 43 Jahren einen Schlaganfall erlitt. Zu diesem Zeitpunkt hatten sie und ihr damaliger Ehemann gerade einen kleinen Jungen adoptiert. Die gesundheitlichen Folgen und privaten Belastungen stellten Sharon vor große Herausforderungen. Heute findet sie Halt in ihrem Familienleben mit ihren drei Adoptivsöhnen. Auch die Malerei hat einen festen Platz in ihrem Alltag eingenommen: Für Sharon ist die Kunst weit mehr als ein Zeitvertreib. Sie hilft ihr, Erlebtes zu verarbeiten und ihrem Leben eine neue Richtung zu geben.
Sieben Jahre brauchte Sharon Stone, um sich von ihrem Schlaganfall zu erholen. Während dieser langen Zeit ging auch ihre Ehe in die Brüche. Später entschied sich die Schauspielerin, als alleinerziehende Mutter zwei weitere Kinder zu adoptieren, und kehrte zugleich vor die Kamera zurück. Einen besonderen Platz auf ihrem Weg zurück ins Leben nahm die Malerei ein. Gegenüber Paris Match beschrieb Sharon ihre Bedeutung so: "Das Malen hat nichts an dem verändert, was geschehen ist. Aber es hat mir ermöglicht, selbst zu bestimmen, wie ich damit lebe." Ihre Verbindung zur Kunst reicht bis in die Kindheit zurück. Bevor sie als Model und später als Schauspielerin Karriere machte, begann sie sogar ein Kunststudium. Heute werden ihre stilistisch vielfältigen Werke unter anderem in San Francisco und Berlin gezeigt. Für Sharon ist Malerei sowohl ein erlernbares Handwerk als auch eine persönliche Ausdrucksform mit spiritueller Dimension. "Ich komme aus einer Arbeiterfamilie. Wenn man lange genug übt, lernt man es irgendwann", erklärte sie über ihren Zugang zur Kunst.
Besonders einschneidend war für Sharon, dass sie zum Zeitpunkt ihrer lebensbedrohlichen Hirnblutung gerade erst Mutter geworden war. Ihr Adoptivsohn Roan war damals gerade einmal 16 Monate alt und wartete zu Hause auf sie. Während der medizinischen Krise erlebte die Schauspielerin nach eigener Schilderung eine Nahtoderfahrung, die sie später auch in ihrer Kunst verarbeitete. Ihr Selbstporträt "The Bridge" steht sinnbildlich für diesen Weg bis an die Schwelle des Todes und zurück ins Leben. Nach der langen Genesung und dem Ende ihrer Ehe baute Sharon ihr Familienleben als alleinerziehende Mutter weiter aus und adoptierte zwei weitere Kinder. Heute ist sie Mutter von drei Söhnen. Auch mit dem Älterwerden geht die Künstlerin selbstbestimmt um. Im Gespräch mit Paris Match sagte sie dazu: "Ich muss die Zeit nicht auslöschen, um lebendig oder sinnlich zu sein."
























