Schock bei Ron Brand! Der Vater von Russell Brand (51) kann den Schuldspruch gegen seinen Sohn nicht fassen. Gegenüber der BBC beschrieb er sich als "verwirrt und schockiert". Nach einer sechswöchigen Verhandlung fällte die Jury einen Schuldspruch gegen den britischen Komiker und Schauspieler. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er sich in einem Fall der Vergewaltigung sowie in drei Fällen des sexuellen Übergriffs schuldig gemacht hat. Von diesem Urteil wurde der Entertainer offenbar völlig unvorbereitet getroffen. "Ich habe das einfach nicht erwartet – es ist falsch", sagte er dem britischen Sender. Für die Familie des Entertainers kam die Entscheidung der Geschworenen damit völlig unerwartet. Russell selbst hatte während des gesamten Gerichtsverfahrens jede Schuld von sich gewiesen. Sämtliche Anschuldigungen, die gegen ihn erhoben worden waren, bestritt er vor Gericht. Die Jury folgte am Ende jedoch nicht seiner Sicht der Dinge.
Direkt nach dem Schuldspruch verweigerte das Gericht eine Freilassung auf Kaution. Die Richter ordneten stattdessen an, Russell umgehend in Gewahrsam zu nehmen. Als der Schauspieler schließlich aus dem Gerichtssaal abgeführt wurde, wirkte er dennoch äußerlich beherrscht. In Richtung seiner Verteidiger formte er mit den Lippen offenbar die Worte: "Mir geht es gut, mir geht es gut." Seine Ehefrau Laura Brand (39) verließ nach dem Schuldspruch die Zuschauergalerie. Fortgesetzt werden soll die Verhandlung am kommenden Montag um 11:30 Uhr deutscher Zeit. Dann steht die Verkündung des Strafmaßes auf dem Plan. Die Metropolitan Police zeigte sich mit der Entscheidung zufrieden. Detective Superintendent Andy Furphy hob besonders den Mut der betroffenen Frauen hervor. Sie hätten trotz der enormen Aufmerksamkeit der Medien vor Gericht ausgesagt, betonte der Ermittler. Ihre Aussagen hatten im Laufe des Prozesses eine zentrale Rolle gespielt.
Im Zeugenstand hatte Russell während des Verfahrens ausführlich geschildert, wie sehr ihn die Vorwürfe persönlich belasten. "Seit diesen Ereignissen sind immer mehr Erinnerungen hochgekommen. Es war eine zutiefst traumatische Episode meines Lebens", erklärte er laut The Blast. Außerdem gab er an, dass der Prozess seine Chancen beeinträchtigt habe, Zeugen für seine Verteidigung zu finden. Die Verteidigung stellte ihn während des Verfahrens als jemanden dar, der in der Vergangenheit einen sehr wechselhaften Lebensstil gepflegt habe. Seine Anwälte machten geltend, dass Russell die sexuellen Kontakte mit den betroffenen Frauen zu jedem Zeitpunkt für absolut einvernehmlich gehalten habe. Bei ihnen habe er nach "Bestätigung und Bewunderung" gesucht, so die Verteidigung. Russell blieb über die gesamte Dauer der Verhandlung bei seiner Linie und wies die Anschuldigungen konsequent zurück. Nach sechs Prozesswochen schlossen sich die Geschworenen dennoch der Darstellung der Anklage an.





















