Ein mehr als zehn Jahre alter Post von Donald Trump (80) sorgt plötzlich wieder für Aufsehen. Der Politiker hatte die Sängerin Katy Perry (42) bereits 2014 auf X wegen ihrer früheren Ehe mit Russell Brand (51) attackiert und den britischen Schauspieler und Comedian dabei scharf abgewertet. "Katy, was zur Hölle hast du dir dabei gedacht, als du den Verlierer Russell Brand geheiratet hast? Der Typ bringt doch nichts auf die Reihe. Eine totale Verschwendung!", schrieb Donald damals. Zu diesem Zeitpunkt waren die Sängerin und der Comedian bereits geschieden. Jetzt bekommt der Seitenhieb von damals neue Brisanz: Nach einem vierwöchigen Prozess in Großbritannien wurde Russell am Donnerstag wegen einer Vergewaltigung und dreier sexueller Übergriffe schuldig gesprochen. Mit dem aktuellen Verfahren stand Donalds damaliger Kommentar zwar nicht in Verbindung, dennoch sorgt er nun erneut für Gesprächsstoff.
Russell hatte sämtliche Anschuldigungen vor Gericht bestritten, auf nicht schuldig plädiert und auch im Zeugenstand an seiner Unschuld festgehalten. Die Geschworenen sahen es in vier Fällen jedoch anders. Die Schuldsprüche betreffen die Vergewaltigung eines jungen Fans im Jahr 2009 sowie sexuelle Übergriffe auf Mitarbeiterinnen von MTV, Capital Radio und Channel 4, die sich zwischen 2004 und 2009 ereignet haben sollen. In drei weiteren Anklagepunkten wurde Russell hingegen freigesprochen. Darunter befanden sich zwei weitere Vorwürfe der Vergewaltigung. Nach der Urteilsverkündung ordnete der Richter bis zur Strafmaßentscheidung Haft für den Briten an. Wegen der Schwere der Taten stellte er ihm zudem eine erhebliche Freiheitsstrafe in Aussicht. Damit ist die Sache für den Comedian aber noch nicht ausgestanden: Die Metropolitan Police ermittelt weiterhin wegen Vergewaltigungsvorwürfen zweier anderer Frauen. Wie Sky News berichtet, wurden die Akten zu beiden Beschwerdeführerinnen bereits an die britische Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Ob daraus zusätzliche Anklagen entstehen, ist bislang nicht bekannt.
Katy und Russell hatten sich im Oktober 2010 in Indien bei einer traditionellen hinduistischen Zeremonie in der Nähe des Ranthambhore-Tigerreservats im Bundesstaat Rajasthan das Jawort gegeben. Lange hielt das Eheglück allerdings nicht: Schon im Juli 2012 war die Scheidung der beiden rechtskräftig. Auch im aktuellen Prozess hätte der Name der Sängerin beinahe eine Rolle gespielt. Die Staatsanwaltschaft wollte Katy zunächst im Eröffnungsplädoyer erwähnen. Nachdem Russells Verteidigung Einwände erhoben hatte, wurde die Passage jedoch aus der Rede der leitenden Anklägerin gestrichen. Der dreifache Vater äußerte sich im Verfahren auch zu den persönlichen Folgen der gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Vor Gericht erklärte Russell, die Anschuldigungen hätten "verheerende" Auswirkungen auf sein Leben gehabt. Trotz seiner Beteuerungen folgten die Geschworenen in vier Anklagepunkten der Darstellung der Staatsanwaltschaft. Das Strafmaß soll nach der Untersuchungshaft zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden.
























