Deutschland ist um einen großen Musiker ärmer: Am Wochenende ist der Jazz-Pianist Paul Kuhn im Alter von 85 Jahren verstorben. Der Klavierspieler und Sänger war seit den 1940er Jahren fester Bestandteil der deutschen Musik-Szene. Nach langwierigen gesundheitlichen Problemen verstarb er nun in einer Klinik in der Schweiz.

Der aus Wiesbaden stammende Kuhn startete seine Karriere kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Schnell machte er sich einen Namen als Pianist in den Clubs der US-Army und trat ab Mitte der 50er Jahre auch als Schlagersänger in Erscheinung. Mit seinem Song "Das Klavier über mir" nahm er 1957 an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil und landete damit - auch wenn er es in dem Wettbewerb nur auf Platz 3 schaffte - einen bundesweiten Hit. Als Schauspieler und Entertainer war er zudem in zahlreichen Filmen zu sehen, so unter anderem an der Seite von Komik-Legende Heinz Erhardt in der Verwechslungskomödie "Drillinge an Bord". Auch im hohen Alter ruhte er nicht: Im November hätte Kuhn einen Auftritt bei den Leverkusener Jazztagen absolvieren sollen.

Doch schon Anfang September verschlechterte sich sein Gesundheitszustand rapide, woraufhin er sich in eine Schweizer Klink begab. Die genaue Todes-Ursache ist noch nicht bekannt. Kuhn hinterlässt seine dritte Ehefrau Ute Hellermann.

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