"Das war ja mal GAR NICHTS. Ein Deutsches Haus, das seine Athleten rausschmeißt. Das muss uns einer erklären", frustete Hockey-Kapitän auf Twitter. Um 4 Uhr war die Bronze-Party der Hockey-Herren beendet. Sie mussten das Deutsche Haus in Rio unfreiwillig verlassen. Das Personal komplimentierte das wilde Party-Volk hinaus.

Olympia-Sieger Moritz Fürste
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Olympia-Sieger Moritz Fürste

Party-Ende um 4 Uhr, da waren die Betreiber schon großzügiger als üblich. Normalerweise werden schon zwei Stunden früher die Zapfhähne nach oben gedreht. DOSB-Präsident Alfons Hörmann erklärte entspannt und mit einer Nacht Abstand, warum die Feier ein vorzeitiges Ende fand: "Wenn sehr viel Lebensfreude gepaart mit Alkohol dazu führt, dass Dinge schlichtweg nicht mehr im normalen Bereich bleiben, dann wird es gefährlich."

Hockey-Star Jan Christopher Rühr
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Hockey-Star Jan Christopher Rühr

Bronze und der Ausstand von Kapitän Moritz Fürste (31), der nach 291 Spielen Schluss in der DHB-Auswahl macht. Da flogen die Sektkorken tief. Nationalspieler Tobias Hauke (28) konnte oder wollte sich an nichts erinnern. "Es ist ja immer so bei guten Feiern, dass man das nicht so genau beschreiben kann", erklärte er gegenüber der Bild. "Es war ein langer ausschweifender Abend, aber ich glaube nicht, dass wir es übertrieben haben." Und auch der Bundestrainer Valentin Altenburg meinte: "Ist doch normal, die Jungs gehen nicht von selbst." Seinen Wut-Tweet hat Mo Fürste inzwischen gelöscht und verkündete: "Es gab eine deutliche Aussprache und wir haben uns wieder vertragen."

DOSB-Präsident Alfons Hörmann
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DOSB-Präsident Alfons Hörmann

Auch die Segler Erik Heil (27) und Thomas Plößel (28) haben ihre Bronze-Medaille gefeiert, wollten sich aber nicht die Schuld für die vermeintliche Party-Eskalation in Schuhe schieben lassen. Plößel erklärte mit einem Augenzwinkern: "Wir haben jeder genau einen Caipirinha getrunken, angestoßen und sind dann ins Bett gegangen." Genauso gut drauf wie unsere Hockey-Stars und die Segler waren auch die niederländischen Royals, wie ihr im Video am Ende des Artikels sehen könnt.

Die Segler: Erik Heil (l.) und Thomas Plößel
Matthias Hangst / Staff (Getty)
Die Segler: Erik Heil (l.) und Thomas Plößel