Olympia-Wahnsinn: So skurril waren die Winterspiele 2026
Olympia-Wahnsinn: So skurril waren die Winterspiele 2026ImagoZur Bildergalerie

Olympia-Wahnsinn: So skurril waren die Winterspiele 2026

- Theresa Neureuter
Lesezeit: 2 min

Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina lieferten nicht nur sportliche Glanzleistungen, sondern auch allerhand kuriose Geschichten abseits der Wettkämpfe. Der norwegische Biathlet Sturla Holm Laegreid (29) sorgte dabei für einen besonders denkwürdigen Moment, als er nach dem Gewinn seiner Bronzemedaille ungefragt ein Affären-Geständnis vor laufender Kamera ablegte. "Vor drei Monaten habe ich meinen größten Fehler begangen", sagte der 29-Jährige unter Tränen dem TV-Sender NRK und beichtete, seine Partnerin betrogen zu haben. Sie sei die "Liebe meines Lebens" gewesen, erklärte der Biathlet, der hoffte, seine Ex-Freundin mit der öffentlichen Entschuldigung zurückzugewinnen. Doch die Aktion ging nach hinten los: Statt eines Liebes-Comebacks gab es für Sturla nur Hohn und Spott. Ein schwedischer Supermarkt warb am Valentinstag sogar mit seinem Konterfei und dem Spruch: "Hast du die Liebe deines Lebens gefunden? Versau es nicht - kauf ihr einen Blumenstrauß."

Auch Rodler Max Langenhan (27) lieferte eine amüsante Anekdote, als er nach seinem Gold-Coup ausgerechnet den deutschen Kanzler Friedrich Merz (70) wegdrückte. Der 27-Jährige sah sich gerade eine Videobotschaft der Realitystars Carmen und Robert Geiss (62) an, als ein anonymer Anruf aufploppte - und wischte diesen einfach weg. Unwissentlich natürlich, denn am anderen Ende der Leitung war der Kanzler höchstpersönlich. Friedrich nahm die Abfuhr sportlich und sprach von einer "schönen Geschichte", drohte aber augenzwinkernd: "Beim nächsten Mal gehst du ran." Der Rodler schlug vor, sich in der Heimat des Kanzlers im Sauerland zu einer gemeinsamen Rodelfahrt zu treffen. Auch beim Curling gab es einen Eklat, als der Schwede Oskar Eriksson dem Kanadier Mark Kennedy Schummelei vorwarf und dieser daraufhin ein derbes "Fuck off" hinterherrief.

Abseits von sportlichen Erfolgen und dramatischen Unfällen, wie jenem der polnischen Eisschnellläuferin Kamila Sellier (25), die bei einem Sturz von einer Kufe im Gesicht getroffen worden war, sorgten auch tierische Gäste für Aufsehen. Ein Tschechoslowakischer Wolfshund namens Nazgul büxte aus der Wohnung seines Besitzers aus und tauchte plötzlich im Langlaufstadion auf, wo er fröhlich neben zwei Athletinnen ins Ziel lief. "Er hat gleich zwei Türen selbst geöffnet und war plötzlich weg", erklärte die Schwester des Besitzers. Die Griechin Konstantina Charalampidou zeigte sich begeistert: "Ich bin jetzt berühmt wegen eines Hundes, der über die Ziellinie gelaufen ist, und jetzt wollen alle mich interviewen." Und selbst Mariah Careys (56) Auftritt bei der Eröffnungsfeier hatte Folgen: Der Sportchef des italienischen Fernsehsenders Rai, Paolo Petrecca, verwechselte die weltberühmte Sängerin mit einer italienischen Schauspielerin und musste nach heftiger Kritik seinen Rücktritt einreichen.

Sturla Holm Laegreid nach dem 20-km-Biathlon bei den Winterspielen in Anterselva, Milano Cortina 2026
Imago
Sturla Holm Laegreid nach dem 20-km-Biathlon bei den Winterspielen in Anterselva, Milano Cortina 2026
Friedrich Merz im Januar 2024
Getty Images
Friedrich Merz im Januar 2024
Kristen Santos-Griswold, Kamila Sellier und Arianna Fontana im 1.500-m-Viertelfinale Shorttrack bei den Olympischen Winterspielen, 20.02.2026
Imago
Kristen Santos-Griswold, Kamila Sellier und Arianna Fontana im 1.500-m-Viertelfinale Shorttrack bei den Olympischen Winterspielen, 20.02.2026
Rücktritt nach Mariah-Verwechslung bei der Eröffnung: Findet ihr das angemessen?