

Marianne Sägebrechts Vater starb vor ihrer Geburt
Schauspielerin Marianne Sägebrecht (80) hat ein tragisches Familienschicksal erlebt, das sie bis heute begleitet. Die 80-Jährige wurde am 27. August 1945 geboren, doch ihren Vater Georg hat sie nie kennengelernt. Er starb im April 1945, nur wenige Monate vor ihrer Geburt. Während er ein Lazarett bei Kassel bewachte, wurde er von einem Heckenschützen in den Rücken getroffen. Der Schuss führte nach vier schmerzvollen Tagen zu seinem Tod, wie die Schauspielerin gegenüber der Bild berichtete.
Trotz des Verlusts verbindet Marianne eine emotionale Verbindung zu ihrem Vater, den sie immer noch stolz "meinen Vater" nennt. Bereits vor seinem Tod hatte Georg geahnt, dass seine Frau eine Tochter erwarten würde, und bestimmte sogar ihren Namen: Marianne. "Er wollte keinen Sohn, der auch wieder in den Krieg muss", erzählte sie. Über die Zwillingsschwester ihres Vaters erfuhr Marianne viel über seinen Charakter und seine Werte, was ihr half, sich ein Bild von ihm zu machen, wie BUNTE berichtet.
Nach diesem Schicksalsschlag fand die spätere Schauspielerin in ihrem Großvater eine wichtige Bezugsperson. Nach dem Krieg zogen Marianne und ihre Mutter zu ihm nach Starnberg, wo er eine zentrale Rolle in ihrem Leben übernahm. Rückblickend beschreibt sie ihn als ihren größten Halt und schwärmt bis heute von seiner Fürsorge. Diese familiären Bindungen und Erinnerungen scheinen der Schauspielerin bis heute Kraft und Identität zu geben, die sie in ihrem Leben tragen. Diese tiefe Verbundenheit mit Familie und Herkunft spiegelt sich auch in ihrer bewussten Lebenshaltung wider – so offen, dass sie selbst über Themen wie ihre bereits geplante Beerdigung spricht, ohne ihnen Schwere zu geben.





