

Midnight-Oil-Schlagzeuger Rob Hirst mit 70 Jahren verstorben
Traurige Nachrichten aus Australien: Rob Hirst, die Schlagzeug-Ikone von Midnight Oil, ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Der Musiker erlag seiner Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs, wie am Dienstag bekannt wurde. Rob erhielt die Diagnose bereits vor drei Jahren, berichtet Daily Mail, stand jedoch weiter mit Frontmann Peter Garrett und der Band auf der Bühne. In Interviews sprach er offen über seinen Gesundheitszustand und wollte Aufmerksamkeit für diese selten beachtete Krebsart schaffen. Zurück bleiben seine Ehefrau Lesley Holland sowie die Töchter Gabriella, Lex und Jay, die nun um den Familienmenschen und Künstler trauern.
Rob machte seine Krankheit im vergangenen Jahr öffentlich, um, wie er The Australian sagte, "die Geschichte des Bauchspeicheldrüsenkrebses rauszubringen", weil viele diese Diagnose kaum registrierten. Er berichtete von intensiven Behandlungen, "so ziemlich jede Behandlung, die der Mensch kennt", und betonte, wie tückisch der Krebs sei. Den Schock der Diagnose habe er genutzt, um Menschen zum Check zu ermutigen: Wer Symptome spüre, solle einen einfachen Bluttest machen – das könne "lebensverändernd und lebensverlängernd" sein. Trotz der Therapien arbeitete der gebürtige Sydneysider weiter, schrieb Songs, trommelte live und blieb Teil der Band, mit der er seit 1972 unterwegs war.
Als Gründungsmitglied von Midnight Oil prägte Rob den Sound politisch aufgeladener Hymnen wie "Beds Are Burning", "Blue Sky Mine" und "Power and the Passion" mit seinem berühmten Drumsolo. Neben der Musik war sein Leben von starken Bindungen geprägt. Mit Lesley hat er die Töchter Lex und Gabriella. 2010 lernte er zudem Jay kennen, die als Baby adoptiert wurde und als erwachsene Country-Sängerin nach langer Suche ihre biologischen Eltern fand. Das erste Treffen am Bronte Beach führte zu einer späten, innigen Verbindung zwischen Vater und Tochter – ein leiser, persönlicher Moment in einem Leben voller lauter, kraftvoller Rhythmen.






