Olympia-Schock: Eisläuferin von Kufe im Gesicht getroffen
Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina kam es zu einem erschreckenden Unfall, der am Freitag live im Fernsehen übertragen wurde. Die polnische Eisschnellläuferin Kamila Sellier (25) erlitt während des 1500-Meter-Rennens eine schwere Gesichtsverletzung, als sie auf dem Eis stürzte und die Kufe der amerikanischen Athletin Kristen Santos-Griswold ihr Gesicht traf. Das scharf geschliffene Metall schnitt Kamila direkt unter ihrem linken Auge und hinterließ eine stark blutende Wunde. Glücklicherweise trug die zweifache Weltmeisterschafts-Medaillengewinnerin eine Schutzbrille, die ihr Auge wahrscheinlich vor einer noch schwereren Verletzung bewahrte. Die 25-Jährige wurde sofort medizinisch versorgt, bevor sie vom Eis gebracht wurde.
Laut dem von der Sportschau zitierten Chef de Mission der Polen, Konrad Niedzwiedzki, wurde Kamila bereits mit mehreren Stichen genäht – weitere Untersuchungen stehen noch aus: "Das Jochbein ist höchstwahrscheinlich verletzt. Es besteht eine deutliche Schwellung. Auch das Auge ist geschwollen, und es ist schwer zu sagen, was genau damit los ist, bis eine gründliche Untersuchung durchgeführt wurde." Kamila war nicht die einzige Sportlerin, die in diesen Tagen schon einen beängstigenden Unfall erlitt. Auch der amerikanische Freestyler Nick Goepper war am Freitag in einen schweren Zwischenfall verwickelt, als er während des Slopestyle-Finals am Freitag stürzte. Der dreifache olympische Medaillengewinner schien die Landezone bei seinem letzten Lauf falsch eingeschätzt zu haben und schlug hart mit dem Rücken auf dem Schnee auf.
Für Kamila ist der heftige Crash ein bitterer Moment in einer sonst erfolgreichen Karriere. Die Eisschnellläuferin hat sich mit ihren WM-Medaillen in den vergangenen Jahren einen Namen im internationalen Shorttrack gemacht und zählt in Polen zu den bekanntesten Gesichtern des Sports. Nick wiederum ist als dreifacher Olympiamedaillengewinner längst eine feste Größe im Freestyle und stand bei großen Events schon häufig im Rampenlicht. Abseits der Piste und der Eisbahn zeigen beide in Interviews immer wieder ihre lockere Seite und betonen, wie wichtig ihnen der Zusammenhalt mit Teamkollegen und Freunden im hart umkämpften Wettkampfalltag ist. Genau dieses Umfeld steht ihnen nun in der heißen Olympia-Phase zur Seite, während sie ihre Blessuren auskurieren und sich von den Schockmomenten erholen.









