

Ski-Legende Roland Collombin stirbt nach langem Krebskampf
Der Schweizer Skisport hat eine seiner größten Legenden verloren. Roland Collombin ist am Freitag im Alter von 75 Jahren gestorben, wie die Zeitung Le Nouvelliste berichtet. Der Walliser Abfahrtsspezialist aus Versegères im Val de Bagnes hatte in den vergangenen zwei Jahren gegen gleich zwei schwere Krankheiten gekämpft: zunächst gegen Kehlkopfkrebs, der besiegt wurde, ehe dann auch noch Leberkrebs diagnostiziert wurde. Diesen letzten Kampf konnte der Ausnahmeathlet, der eine ganze Generation von Skifahrern geprägt hat, nicht mehr gewinnen.
Sein ehemaliger Rivale und späterer Freund Bernhard Russi hatte Roland rund drei Wochen vor seinem Tod noch einmal persönlich getroffen. "Da machte er noch einen relativ guten Eindruck", erinnerte sich Bernhard gegenüber Blick. "Er hat mir aber auch gesagt, dass er nun noch einen Versuch hat, um den Krebs zu besiegen." Dieser Versuch blieb ohne Erfolg.
Auf der Piste hatte Roland zu Lebzeiten Skigeschichte geschrieben. Bei den Olympischen Spielen 1972 in Sapporo holte er hinter Bernhard die Silbermedaille in der Abfahrt. 1973 und 1974 gewann er jeweils die Abfahrts-Gesamtwertung im Weltcup, 1973 schloss er die Weltcup-Gesamtwertung zudem als Dritter ab. Acht Siege, allesamt in der Abfahrt, sowie elf Podestplätze auf höchstem Niveau stehen in seiner Bilanz. Doch seine Karriere endete abrupt: Ein schwerer Sturz in Val-d'Isère im Jahr 1975 zwang ihn zum Aufhören. Die Unglücksstelle trägt seitdem den Namen Bosse à Collombin – ein Denkmal, das ihm die Bergwelt auf ewig gesetzt hat.








