Jesse Eisenberg will mit polnischem Pass Karriere pushen
Jesse Eisenberg (42) nimmt in Kürze die polnische Staatsbürgerschaft an. Das verriet der Schauspieler, Autor und Regisseur jetzt beim Internationalen Filmfestival in Karlovy Vary, wo er mit dem President's Award ausgezeichnet wurde. "Es bedeutet mir gerade besonders viel, hier zu sein, weil ich in genau einer Woche meine polnische Staatsbürgerschaft erhalte", erklärte er laut The Hollywood Reporter auf dem Festival in Tschechien. Hinter dem Schritt steckt neben familiären Wurzeln auch ein klares berufliches Kalkül: Jesse will künftig mehr Zeit in Europa verbringen und dort arbeiten – vor allem in Mitteleuropa.
Für den Entschluss gibt es zwei wesentliche Gründe. Zum einen kommt seine Familie ursprünglich aus Polen, ein Thema, das er bereits in seinem Drama "A Real Pain" verarbeitete. Darin reisen er und Kieran Culkin (43) als zwei Cousins durch Polen und begegnen der eigenen Familiengeschichte. Kieran wurde für seine Leistung in dem Film mit einem Oscar ausgezeichnet. Zum anderen sieht Jesse in Europa bessere Chancen für die Art von Filmen, die ihm am Herzen liegt. "Viele der Filme, die ich so sehr liebe – Geschichten mit menschlichem Fokus, seltsame Filme mit mittlerem Budget – werden in Amerika immer schwieriger zu realisieren. Aber in Europa gedeihen diese Filme und werden gefeiert", sagte er.
Laut ScreenDaily hat er bereits ein Treffen mit der polnischen Produzentin Ewa Puszczynska geplant, die für Produktionen wie "The Zone Of Interest" bekannt ist. Sie habe ihm schon ein Drehbuch geschickt. Seine Entscheidung sei dabei ausdrücklich keine politische Reaktion auf die aktuelle US-Regierung. Im Gegenteil: Gegenüber Variety betonte Jesse, er werde weiterhin mit seiner Frau und seinem Sohn in New York leben. "Ich bin ein sehr privilegierter Amerikaner. Ich habe ein schönes Leben. Meine Frau ist Lehrerin und sie unterrichtet viele Schüler, die nicht so viel Glück haben wie wir. Ich denke, wir spüren eher die Verantwortung, in New York zu bleiben und denen zu helfen, die eine schwerere Phase der amerikanischen Geschichte durchmachen."











