Darum wurde Sean Connerys Cameo-Idee in "Skyfall" gestrichen

Darum wurde Sean Connerys Cameo-Idee in "Skyfall" gestrichen

- Nurin Khalil
Lesezeit: 2 min
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Zum 50-jährigen Jubiläum der James Bond-Reihe hätte es 2012 ein ganz besonderes Wiedersehen geben können: Regisseur Sam Mendes (61) spielte laut Express zu Beginn der Vorproduktion von "Skyfall" mit dem Gedanken, Sean Connery (†90) zurückzuholen. Der allererste Darsteller des Geheimagenten sollte im dritten Akt an der Seite von Daniel Craig (58) auftreten – allerdings nicht als 007, sondern als schottischer Wildhüter Kincade, der auf dem Familienanwesen der Bonds lebt. Für den gebürtigen Schotten wäre es eine späte Rückkehr vor die Kamera gewesen, denn er hatte sich bereits 2003 aus dem Schauspielgeschäft zurückgezogen. Doch aus den Plänen wurde nichts: Mendes verwarf die Idee früh wieder, weil er fürchtete, das Publikum würde in Connery immer nur den einen, echten James Bond sehen – und der Auftritt als andere Figur würde vom eigentlichen Film ablenken.

Wie der Regisseur gegenüber HuffPost erklärte, sei die Überlegung tatsächlich im Raum gestanden: "Es gab ganz, ganz am Anfang definitiv eine Diskussion darüber. Aber ich denke, das ist problematisch." Er führte weiter aus: "Connery ist Bond, und er wird nicht als eine andere Figur zurückkehren. Es ist, als wäre er schon dort gewesen. Es war also ein sehr kurzer Flirt mit diesem Gedanken, aber es würde nie passieren, weil ich dachte, es würde ablenken." Hinzu kam die Gefahr von Missverständnissen: Zuschauer hätten die Besetzung so deuten können, dass James Bond lediglich ein Codename ist und Kincade ein längst pensionierter 007 aus den 1960er-Jahren. Die Rolle des Wildhüters übernahm schließlich Albert Finney (90), der mit Connery schon 1974 in "Mord im Orient-Express" vor der Kamera gestanden hatte.

Sean Connery hatte die Filmreihe ab "James Bond – 007 jagt Dr. No" entscheidend geprägt und verkörperte den Geheimagenten zunächst in fünf Filmen. Danach übernahm George Lazenby (86) für "James Bond 007 – Im Geheimdienst Ihrer Majestät" den Anzug – blieb aber bei diesem einen Einsatz. 1971 kehrte Connery für "Diamantenfieber" noch einmal zurück. Welchen Stellenwert der Schauspieler bis heute hat, zeigt auch ein Ranking von prisma zu den sechs offiziellen Bonddarstellern: Dort landete Connery auf dem ersten Platz. Hinter ihm folgten Roger Moore (†89) auf Rang zwei und Daniel Craig, der Hauptdarsteller von "Skyfall", auf Rang drei.

Sean Connery und Kim Basinger im James-Bond-Klassiker "Sag niemals nie"
IMAGO / Capital Pictures
Sean Connery und Kim Basinger im James-Bond-Klassiker "Sag niemals nie"
Albert Finney, 1985
Getty Images
Albert Finney, 1985
Sam Mendes und Daniel Craig
Getty Images
Sam Mendes und Daniel Craig
Hat Sam Mendes richtig entschieden, Sean Connerys "Skyfall"-Cameo zu streichen?