Gillian Anderson ging schon mit 12 heimlich in Schwulenbars

Gillian Anderson ging schon mit 12 heimlich in Schwulenbars

- Margit Huber
Lesezeit: 2 min
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Gillian Anderson (58) hat in ihrer Jugend offenbar kaum eine Regel unangetastet gelassen. In einem neuen Interview mit dem Magazin The Sunday Times Style erinnert sich die Schauspielerin an eine Zeit, in der sie sich mit einem gefälschten Ausweis Zutritt zu Schwulenbars verschaffte – und das in einem Alter, in dem andere Kinder gerade auf die weiterführende Schule wechseln. "Ich kam mit einem gefälschten Ausweis in Schwulenbars und tanzte dort mit zwölf Jahren", berichtet sie dem Blatt. Begonnen hatte diese Phase kurz nach einem großen Umbruch in ihrem Leben: Mit elf Jahren zog Gillian von London in die konservativ geprägte Stadt Grand Rapids im US-Bundesstaat Michigan. Dort fiel sie als junge Punkerin sofort auf. Mit Irokesenschnitt, Nasenring und weiteren Piercings widersetzte sie sich ganz bewusst all dem, was Gleichaltrige von ihr erwarteten.

Hinter der rebellischen Fassade steckte allerdings auch viel Unsicherheit. Gillian wollte sich in Grand Rapids keinesfalls anpassen, kämpfte damals aber zugleich mit ihrem Selbstbild. "Ich war eine Punkerin in einer konservativen Stadt. Es gab keinen einzigen anderen Menschen, der einen Nasenring und einen Irokesenschnitt hatte. Ich war sehr unsicher und hatte ein geringes Selbstwertgefühl", schildert sie gegenüber The Sunday Times Style. Auch ihr Liebesleben verlief schon während der Highschool ungewöhnlich: Eine ihrer ersten Beziehungen führte Gillian mit einem älteren Mädchen. Allerdings hielten sie ihre Romanze geheim, denn Gillian hatte zu dieser Zeit gleichzeitig einen Freund. Als dieser schließlich davon erfuhr, beendete er die Beziehung mit ihr. Wenig später sorgte ein großer Altersunterschied für eine weitere außergewöhnliche Erfahrung: Mit 15 Jahren kam Gillian mit einem 24-jährigen Mann zusammen. Mit ihm blieb sie insgesamt drei Jahre lang liiert.

Ihre Eltern beschreibt Gillian als junge Hippies, sich selbst als äußerst willensstarkes Kind, dem kaum Grenzen zu setzen waren. Ihre Mutter habe ihr später bestätigt, dass sie damals einfach nicht aufzuhalten gewesen sei. Als Jugendliche fehlten ihr nach eigener Aussage außerdem die Begriffe, um ihre Gefühle für Frauen einzuordnen – schließlich hatte sie zuvor schon mehrere Freunde. Auch spätere Beziehungen mit Frauen habe sie damals nicht zwangsläufig als etwas Dauerhaftes betrachtet. Heute sieht die Autorin das anders: "Die Person, die ich als meinen Lebenspartner betrachte, ist zufällig männlich, aber ich glaube, ich würde genauso empfinden, wenn es eine Frau wäre." Die dreifache Mutter war bislang zweimal verheiratet, beide Male mit einem Mann.

Gillian Anderson im Februar 2020 in London
Getty Images
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Gillian Anderson, Schauspielerin
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Keeley Hawes, Gillian Anderson und Billie Piper, "Scoop"-Premiere März 2024
Getty Images
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