Trump ignoriert Ärzte wegen seiner täglichen Aspirin-Dosis
Donald Trump (80) hält trotz des Rats seiner Ärzte an einer ungewöhnlichen Aspirin-Routine fest. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Vandalia im US-Bundesstaat Ohio erklärte der US-Präsident laut dem Magazin OK!, jeden Tag eine Tablette mit 325 Milligramm einzunehmen. Sein Medizinerteam würde ihm dagegen lediglich 81 Milligramm empfehlen. Die höher dosierte Variante bezeichnete er dabei selbst als "Monster". Dennoch wolle er die Gewohnheit, die ihn bereits seit Jahrzehnten begleitet, nicht aufgeben. Eine medizinische Begründung lieferte er für seine Dosis nicht – dafür aber eine sehr persönliche Erklärung: "Ich weiß nicht, ob es wirkt, aber psychologisch brauche ich es", sagte er. Auch die wiederholten Einwände seiner Ärzte können ihn offenbar nicht zum Umdenken bewegen. Der US-Präsident verwies stattdessen auf seine langjährige Erfahrung mit dem Medikament und stellte laut dem Magazin klar: "Mir geht es damit seit 35 Jahren gut. Lasst mich in Ruhe."
Donald ist überzeugt, dass die hohe Aspirin-Dosis sein Herz unterstützt. Nach eigener Aussage wünsche er sich "schönes, dünnes Blut", das durch sein Herz fließt. Sein Leibarzt, Navy-Kapitän Dr. Sean Barbabella, bestätigte, dass der Präsident diese Form der Herzvorsorge seit mindestens 25 Jahren praktiziert und nur ungern davon abweicht. Bei den jüngsten körperlichen Untersuchungen attestierte er ihm dennoch eine ausgezeichnete Gesundheit. Medizinische Leitlinien raten älteren Menschen ohne konkreten medizinischen Grund allerdings von der routinemäßigen Einnahme hoch dosierten Aspirins ab. Für die langfristige Herz-Kreislauf-Prävention wird demnach eher eine Dosis von 81 Milligramm eingesetzt. Sie soll die gewünschte gerinnungshemmende Wirkung bei einem geringeren Blutungsrisiko erzielen. Der Kardiologe Dr. Jonathan Reiner kritisierte laut OK!: "Wenn man also viele blaue Flecken bekommt und der Arzt sagt, dass man zu viel Aspirin nimmt, warum sollte man dann nicht auf die niedrigere Dosis wechseln? Das ergibt für mich keinen Sinn."
Tatsächlich kann die tägliche Einnahme von 325 Milligramm Aspirin vor allem bei Menschen über 70 das Risiko für schwere Magen-Darm- und innere Blutungen deutlich steigern. Sichtbare Folgen räumte Donald, der kürzlich auch mit einer Haarpanne für Aufsehen sorgte, bereits selbst ein: Durch die Blutverdünnung würden an seinen Händen blaue Flecken entstehen, die er nach eigenen Angaben mit Make-up abdeckt. Zuletzt sorgten außerdem Schwellungen an seinen Knöcheln für öffentliche Aufmerksamkeit. Seine Aussagen über die hohe Dosis und deren psychologische Bedeutung lösten in den sozialen Medien sowohl Spott als auch gesundheitliche Bedenken aus. Einige Nutzer machten sich darüber lustig, dass der Politiker an seiner langjährigen Routine festhält und die Empfehlungen seiner Ärzte zurückweist. Kritiker nahmen zudem die Hämatome, die geschwollenen Beine und frühere Beobachtungen, wonach er bei Terminen eingenickt sein soll, zum Anlass, um zu hinterfragen, wie offen der Politiker tatsächlich mit seinem Gesundheitszustand umgeht.























