Märtha Louise und Durek verklagen Ex-Freunde auf Millionen
Prinzessin Märtha Louise von Norwegen (55) und ihr Ehemann Durek Verrett (51) ziehen gegen mehrere Menschen aus ihrem früheren privaten und geschäftlichen Umfeld vor Gericht. Gemeinsam mit Dureks Firma Ohana Productions fordern sie vor dem Los Angeles County Superior Court insgesamt mehr als 80 Millionen US-Dollar Schadensersatz, umgerechnet rund 70 Millionen Euro. Das geht aus Gerichtsunterlagen hervor, in die die norwegische Zeitung VG Einsicht erhielt. Der Vorwurf: Die Beklagten sollen falsche und schädigende Behauptungen über sie verbreitet und ihnen damit gesundheitlich, finanziell und beruflich geschadet haben. Zwei der Beklagten sollen zudem gegen zuvor geschlossene Vertraulichkeitsvereinbarungen verstoßen haben. Märtha Louises Managerin Carina Scheele Carlsen bestätigte gegenüber dem Blatt, dass die umfangreiche Klage eingereicht wurde. Zu den einzelnen Anschuldigungen oder den konkret beanstandeten Äußerungen machte sie dem Bericht zufolge jedoch keine weiteren Angaben. Brisant: Zu den Beschuldigten gehören unter anderem Dureks Halbschwester und eine ehemalige Partnerin.
Neben diesen beiden richtet sich die Klage auch gegen einen früheren Manager und Geschäftspartner sowie gegen einen einstigen Freund und Geschäftspartner. In der Klage werden außerdem zehn bislang nicht identifizierte Personen oder Akteure aufgeführt. Die geforderten Summen sind beträchtlich: Laut VG verlangt Durek in drei Schadensersatzposten mehr als 30 Millionen US-Dollar (rund 27 Millionen Euro), Märtha Louise in zwei Posten mehr als 20 Millionen US-Dollar (circa 18 Millionen Euro). Ohana Productions fordert in drei weiteren Posten ebenfalls mehr als 30 Millionen US-Dollar. Einige der Forderungen überschneiden sich dem Bericht zufolge. Selbst wenn man diese Doppelungen herausrechnet, bleiben rund 30 Millionen US-Dollar übrig, umgerechnet etwa 27 Millionen Euro. Die Klageschrift selbst umfasst laut der Zeitung 242 Seiten und mehrere Anlagen. Im Dezember soll das Verfahren zunächst mit einem Planungstermin starten.
Besonders brisant macht den Fall die Zusammensetzung der Gegenseite. Es geht nicht nur um ehemalige geschäftliche Weggefährten, sondern auch um eine nahe Verwandte des Schamanen, eine frühere Liebesbeziehung und einen einstigen Freund. Entsprechend deutlich fällt die Wortwahl in den Gerichtsunterlagen aus: "Dieser Fall wurde durch einen kalkulierten Vertrauensbruch ausgelöst", heißt es dort laut VG. Dureks verklagte Halbschwester wollte sich gegenüber der Zeitung nicht zu dem Verfahren äußern. Märtha Louise gehört als Prinzessin zur norwegischen Königsfamilie und ist die ältere Schwester von König Haakon (53). Weil zum Zeitpunkt ihrer Geburt noch die männliche Thronfolge galt, wurde ihr Bruder zum Thronfolger bestimmt. Erst 1990 führte Norwegen die vollständige Gleichstellung von Frauen und Männern bei der Thronfolge ein – für Märtha Louise kam diese Änderung zu spät.

























