Maud Adams setzte Roger Moore bei Bond-Dreh außer Gefecht

Maud Adams setzte Roger Moore bei Bond-Dreh außer Gefecht

- Mary-Lou Künzel
Lesezeit: 2 min
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Bei den Dreharbeiten zum James Bond-Film "Octopussy" aus dem Jahr 1983 kam es zu einem Zwischenfall, der Hauptdarsteller Roger Moore (†89) buchstäblich in die Knie zwang. Bondgirl Maud Adams sollte von ihrem Kollegen in einer Liebesszene herumgewirbelt werden – dabei traf sie den 007-Darsteller mit ihrem Bein ausgerechnet im Intimbereich. Der unglückliche Treffer streckte den Schauspieler am Set nieder, die Produktion musste anschließend pausieren, bis er sich von den Schmerzen erholt hatte. "Liebesszenen waren nie seine Lieblingsbeschäftigung, deshalb machte er immer einen Witz daraus. In 'Octopussy' hatte ich eine Liebesszene, in der Roger mich herumwirbelt. Leider traf ihn mein Bein an einer empfindlichen Stelle", erinnerte sich die Darstellerin in einem Interview mit Daily Mail an den Dreh. Für den erfahrenen Bond-Mimen endete die vermeintlich romantische Einstellung damit alles andere als glamourös.

Die Anekdote teilte die Schauspielerin, nachdem Roger im Jahr 2017 im Alter von 89 Jahren verstorben war. Für die beiden war es nicht die erste gemeinsame Arbeit vor der Kamera: Bereits 1974 hatte Maud in "Der Mann mit dem goldenen Colt" an der Seite des Briten gestanden und dort Scaramangas Geliebte Andrea Anders (51) verkörpert. Knapp zehn Jahre später kehrte sie für "Octopussy" ins Bond-Universum zurück – diesmal in der titelgebenden Hauptrolle. Damit gehört sie zu den wenigen Darstellerinnen, die gleich zweimal in unterschiedlichen Rollen in der Filmreihe zu sehen waren.

Dass Roger intime Szenen vor der Kamera wenig schätzte, hatte er selbst nie verheimlicht. In seiner 2012 erschienenen Autobiografie "Bond on Bond" schrieb er: "Eine Liebesszene hat ganz sicher nichts Romantisches, das sollte man sich für die Garderobe aufsparen, wenn man Glück hat. Statt eines romantischen Moments der Intimität wird eine Liebesszene im Film oft von 50 oder 60 Crewmitgliedern beobachtet." Weil die Studios häufig kalt waren, empfahl er seinen Filmpartnerinnen sogar, bei solchen Drehs die Socken anzubehalten – auch wenn er einräumte: "Und Socken im Bett sind niemals romantisch." Nach dem Tod des Schauspielers würdigte Maud vor allem seinen Humor: "007 mag die Welt gerettet haben, aber es war Roger, der das Bond-Franchise rettete, indem er ihm einen Sinn für Humor verlieh." Über den Menschen hinter dem Filmstar sagte sie: "Roger schien die Aufmerksamkeit der Fans immer zu verblüffen, aber er unterschätzte sein Talent."

Roger Moore und Maud Adams bei der Premiere von "Octopussy" 1983
Getty Images
Roger Moore und Maud Adams bei der Premiere von "Octopussy" 1983
Roger Moore und Maud Adams in "James Bond: Octopussy"
Imago
Roger Moore und Maud Adams in "James Bond: Octopussy"
Sir Roger Moore bei der Signierstunde seiner Memoiren "Bond on Bond" in London, Oktober 2012
Getty Images
Sir Roger Moore bei der Signierstunde seiner Memoiren "Bond on Bond" in London, Oktober 2012
Hat Maud Adams mit ihrer Anekdote bewiesen, dass Roger Moore Bond vor allem mit Humor geprägt hat?