Die norwegische Königsfamilie lacht bei Astrids Beerdigung
Bei der Trauerfeier für Prinzessin Astrid (†94) am Mittwoch in der Ris-Kirche in Oslo flossen nicht nur Tränen. Der Pfarrer erinnerte mit liebevollen und humorvollen Geschichten an die Schwester des verstorbenen Königs Harald V. (†89), die am 11. September im Alter von 94 Jahren gestorben war. Wie Hänt berichtet, brachte seine Ansprache König Haakon VIII. (53), Königin Mette-Marit (53) und weitere Angehörige der norwegischen Königsfamilie mehrfach zum Lachen und Lächeln. Der Gottesdienst war von Chorgesängen und würdigenden Worten geprägt, gleichzeitig herrschte eine warme Atmosphäre in der Kirche. In den vorderen Reihen hatten Astrids Angehörige und die norwegischen Royals Platz genommen. Auch Kronprinzessin Victoria (49) von Schweden war für den Abschied nach Oslo gereist. Sie saß in der zweiten Reihe neben Prinzessin Märtha Louise (55) und verfolgte dort die Erinnerungen an Astrids langes Leben.
In seiner Rede zeichnete der Pfarrer das Bild einer reiselustigen Frau, die Sonne und Strand liebte und bei Strand- oder Straßenverkäufern gerne Perlen kaufte. Doch nicht nur ihre Reiselust blieb ihren Angehörigen und Wegbegleitern in Erinnerung. Der Pfarrer sprach auch über die kulinarischen Vorlieben der Verstorbenen. Laut Hänt erklärte er: "Die Menschen, die ihr nahestanden, erzählen außerdem, dass sie sehr bescheiden war und Humor, Meeresfrüchte, 'Ice Cream Sodas' und Blaubeerpfannkuchen liebte – Letzteres war ein Erbe aus ihrer Zeit in den USA." Vor allem diese süße Schwäche sorgte in der Kirche für heitere Gesichter: König Haakon und Königin Mette-Marit konnten sich bei den persönlichen Erinnerungen an Astrids Humor und ihre Liebe zu Blaubeerpfannkuchen ein herzliches Lachen nicht verkneifen und zeigten damit, wie vertraut ihnen diese Seite der Prinzessin offenbar war.
Am Königshof hatte sich die Prinzessin einen besonderen Ruf erarbeitet: Wegen ihres außergewöhnlich detailreichen Gedächtnisses galt sie als "lebendes Lexikon". Ihr Wissen soll von königlichen Rezepten bis zu wichtigen Ereignissen gereicht haben. Dass sie sich beim Kochen bestens auskannte, zeigte eine weitere Anekdote aus der Trauerrede. "Es heißt, dass ihr einmal im Schloss Rührei serviert wurde und sie nicht ganz zufrieden war", zitierte Hänt den Pfarrer. Bei einfacher Kritik beließ es die Prinzessin wohl nicht: "Kurze Zeit später besuchte sie die Küche und zeigte dem Küchenchef, wie man Rührei zubereitet", erzählte der Geistliche weiter. Mehrere Mitglieder der Königsfamilie reagierten mit zustimmendem Nicken und Lächeln. So zeichnete die Ansprache das Bild einer Frau, die genau wusste, was ihr schmeckte. Neben Reisen und gutem Essen lagen Astrid laut Trauerrede vor allem ihre Familie und ihre Tiere am Herzen.





















