Statt Philip: Dianas Vater soll um Queen geworben haben
Mit einer überraschenden Behauptung über seine Familiengeschichte sorgt Dianas Bruder Charles Spencer (62) derzeit für Gesprächsstoff. In seinem Buch "Swan Song. Diana, meine Schwester" schreibt der Earl, sein Vater John Spencer habe in jungen Jahren um die damalige Prinzessin Elizabeth geworben. Der späteren Queen Elizabeth II. (†96) soll er also einst den Hof gemacht haben. Der Darstellung nach soll Lord Louis Mountbatten (†79) aka "Onkel Dickie" die angebliche Annäherung beendet haben – womöglich, um seinem Neffen Prinz Philip (†99) den Platz an Elizabeths Seite zu sichern. "Er bestellte meinen Vater zu sich und erklärte ihm, dass jegliche Ambitionen, ihre Zuneigung zu gewinnen, ausgeschlossen seien", heißt es dazu im Buch. Der britische Adelsexperte Robert Hardman hält von der Behauptung allerdings wenig. In der Daily Mail widerspricht er der Familienerzählung und verweist auf zeitgenössische Dokumente wie Tagebucheinträge, die gegen eine echte Romanze sprechen.
John Spencer war zwei Jahre älter als Elizabeth II. und trug als Erbe des Spencer-Titels damals den Namen Viscount Althorp. Ab 1950 stand er zunächst im Dienst von König George VI., nach dessen Tod dann auch bei Elizabeth II. Zu diesem Zeitpunkt war diese jedoch längst mit Prinz Philip verheiratet und bereits Mutter von Prinz Charles (77) und Prinzessin Anne (76). Auch für eine frühere Affäre findet Robert keine überzeugenden Hinweise. Er beruft sich auf die Tagebücher der Freundin der jungen Prinzessin, Alathea Fitzalan Howar: Darin werde Philip als Elizabeths einzige große Liebe seit ihrer Jugend beschrieben. Dianas Vater komme in den Aufzeichnungen lediglich bei einzelnen Begegnungen vor. Der Adelsexperte ordnet Charles' Version deshalb als "Familienfolklore" ein. Der Autor selbst hebt in seinem Buch vor allem hervor, welche Folgen eine solche Ehe gehabt hätte: "Hätte sich die aufkeimende Romanze meines Vaters mit der Queen bis hin zur Ehe entwickelt, wären Diana (und Prinz Charles) niemals geboren worden."
Tatsächlich hatte Lord Mountbatten die Verbindung zwischen seinem Neffen Philip und Elizabeth schon früh unterstützt. Im Alter von 18 Jahren begleitete Philip die 13-jährige Prinzessin bei einem Besuch des Britannia Royal Naval College in Dartmouth 1939. John Spencer wurde bekanntermaßen trotzdem noch Teil des erweiterten Kreises der Königsfamilie – seine jüngste Tochter Diana heiratete 1981 den damaligen Prinzen Charles, den heutigen König Charles III. In "Swan Song" schildert ihr Bruder, Diana habe vor der Trauung wegen mehrerer Kränkungen durch den Thronfolger erwogen, die Verlobung wieder zu lösen. Ihr Vater habe diesen Schritt jedoch entschieden abgelehnt. "Mein Vater war entsetzt und sagte, es sei unmöglich, sich zu diesem Zeitpunkt aus einer derart großen Verpflichtung zurückzuziehen.... Er konnte nicht zustimmen, dass sie ihre Verlobung löste und damit die königliche Familie zutiefst in Verlegenheit brachte", zitiert ihn Charles in seinem Buch.























