

Todesursache von Influencerin Sara Gilson offiziell bekannt
Mehr als zwei Monate nach dem Tod von Sara Gilson gibt es traurige Gewissheit über die genauen Umstände. Die Social-Media-Bekanntheit war am 23. Juli in ihrem Haus im US-Bundesstaat Oklahoma verstorben. Wie das vorliegende Ergebnis der Gerichtsmedizin bestätigt, starb sie an einer Schussverletzung am Kopf. Das berichtet unter anderem TMZ. Die Behörden stuften ihren Tod offiziell als Tötungsdelikt ein. Nach Angaben der Polizei soll ihr getrennt lebender Ehemann Jeremiah "Shawn" Duffey auf die Influencerin geschossen und sich anschließend selbst das Leben genommen haben. Sein Tod wird offiziell als Suizid geführt. Die toxikologische Untersuchung in seinem Fall fiel negativ aus. Es gab weder Hinweise auf Alkohol noch auf Drogen. Damit bestätigen die offiziellen Befunde das Bild, das die Ermittler bereits kurz nach dem Vorfall gezeichnet hatten.
Zum Zeitpunkt der Tat befand sich ein Kind im Haus, das den Notruf wählte. Im Hintergrund des Anrufs sollen Saras Schreie und Weinen zu hören gewesen sein, kurz darauf ein lauter Knall. Gegen Jeremiah wurde wegen des mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen ermittelt. Er soll ein 15-jähriges Mädchen aus einer von ihm trainierten Jugendbasketballmannschaft über einen längeren Zeitraum und in mehreren Bundesstaaten unangemessen berührt haben. Wenige Wochen vor ihrem Tod hatte die Influencerin eine einstweilige Schutzanordnung gegen ihren getrennt lebenden Mann beantragt. Für die betroffene Jugendliche wurde eine eigene Schutzanordnung eingereicht. Der Fall war noch vor Saras Ableben der US-Staatsanwaltschaft zur Prüfung vorgelegt worden. Die Ermittlungen gegen den Beschuldigten wurden inzwischen jedoch eingestellt.
Sara war als Influencerin bekannt und erreichte auf TikTok mehr als 30.000 Follower. Im Netz teilte sie überwiegend Mama-Content. Weniger als zwei Wochen vor ihrem Tod hatte sie sich dort mit deutlichen Worten an ihre Community gewandt. In einem Clip bezeichnete sie Jeremiah als "Pädophilen" und kündigte an, eine Dokumentation über ihren "baldigen Ex-Mann" vorzubereiten. Das Video verbreitete sich rasant und kam auf mehr als 26 Millionen Aufrufe. Die öffentlichen Anschuldigungen und der Antrag auf eine Schutzanordnung zeigten, dass sich die 43-Jährige in den Wochen vor ihrem Tod von ihrem Mann distanziert und die Trennung auch rechtlich vorangetrieben hatte.
Bist du selbst depressiv oder hast du Suizid-Gedanken? Dann kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst du anonym und rund um die Uhr Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

















