Kurz vor ihrem Tod stellte Sara Gilson neuen Schutzantrag

Kurz vor ihrem Tod stellte Sara Gilson neuen Schutzantrag

- Theresa Neureuter
Lesezeit: 2 min
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Bereits einen Monat vor ihrem Tod hatte Sara Gilson einen Schutzantrag gegen ihren Ex-Verlobten Jeremiah Duffey gestellt – und damit nicht zum ersten Mal. Wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht, die das Magazin Us Weekly jetzt einsehen konnte, war es insgesamt der dritte derartige Antrag der Influencerin. Am 10. Juni reichte sie einen Notschutzantrag ein, der noch am selben Tag in Kraft trat und bis zum 24. August gelten sollte. Sie gab darin an, dass Jeremiah eine Schusswaffe bei sich trug und flüchtig war – die Polizei fahndete zu diesem Zeitpunkt bereits nach ihm. Am 23. Juli wurden Sara und Jeremiah leblos in ihrem Haus in Collinsville, Oklahoma, aufgefunden. Die Polizei geht von einem Mord-Suizid aus.

Die beiden vorherigen Schutzanträge hatte Sara bereits im Jahr 2021 gestellt. Im August jenes Jahres schilderte sie laut den Gerichtsdokumenten schwere Vorwürfe: Jeremiah habe sie in ihrem Schlaf aufgesucht, sie festgehalten und ihr gedroht. Sie beschrieb unter anderem, dass er eine Waffe herausgezogen und mit Suizid gedroht habe. Dieser erste Antrag wurde im September 2021 abgewiesen. Ende September 2021 folgte ein zweiter Antrag, in dem sie Stalking und Belästigung anführte. Jeremiah habe ihr Haus aufgesucht, sich geweigert, das Grundstück zu verlassen, und habe sie gepackt und geküsst. "Ich fühle mich nicht sicher und die Dinge werden immer schlimmer", schrieb sie damals in den Unterlagen. Auch diesen Antrag ließ sie später selbst fallen – mit der Begründung, er habe sie in Ruhe gelassen. Im aktuellen Antrag vom Juni erwähnte Sara zudem Anschuldigungen wegen Vergehen an Minderjährigen. Eine andere Mutter aus Oklahoma hatte zeitgleich ebenfalls einen Schutzantrag eingereicht und darin behauptet, Jeremiah habe ihre minderjährige Tochter beim Basketballtraining unangemessen berührt.

Bereits kurz vor ihrem Tod hatte Sara Jeremiah öffentlich beschuldigt, ein Mädchen missbraucht zu haben – ein entsprechendes Video wurde millionenfach angesehen. Die Influencerin war auf TikTok mit mehr als 30.000 Followern aktiv. Für ihre beiden Kinder, die die Tragödie überlebten, wurde inzwischen eine Spendenaktion gestartet. "Sara war eine unglaubliche Mutter. Ihre Kinder standen im Mittelpunkt ihrer Welt, und alles, was sie tat, war für sie", schrieb Organisator Brandon Johns auf der GoFundMe-Seite. Einem Funkprotokoll zufolge, das Us Weekly vorliegt, hatte ein unbekannter männlicher Anrufer am Tattag berichtet, die Verstorbene mit den Worten "Bitte töte mich nicht" gehört zu haben. Im Haus habe sich außerdem ein Kind befunden.

Sara Gilson, Influencerin
Instagram / sarajgilson
Sara Gilson, Influencerin
Jeremiah Shawn Duffey
Instagram / duffdaddy1
Jeremiah Shawn Duffey
Sara Gilson mit ihren Kindern, Mai 2023
Instagram / sarajgilson
Sara Gilson mit ihren Kindern, Mai 2023
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