Bene Schulz entschuldigt sich für erneuten Content-Klau
Schon wieder Wirbel um Bene Schulz: Der Creator hat sich nach mehreren Tagen Rückzug mit einem TikTok-Video bei seinen Followern gemeldet und eingeräumt, erneut Ideen anderer übernommen zu haben. Demnach bediente er sich für eigene Beiträge an erfolgreichen Themen, Formulierungen und Strukturen von kleineren Accounts. Als Grund nennt er den permanenten Druck, relevant zu bleiben und viral zu gehen. Dieses ausgeprägte Content-Denken habe ihn nach eigener Aussage regelrecht verblendet. Die Übernahmen habe er vor sich selbst gerechtfertigt, indem er die fremden Ansätze um persönliche Erlebnisse ergänzte und sie so als vermeintlich eigene Inhalte betrachtete. Mittlerweile sei ihm bewusst, dass bei persönlichen Themen andere Grenzen gelten als bei üblichen Social-Media-Trends. Er betont, dass die Entscheidungen seine eigenen gewesen seien – und dass er die Verantwortung für sein Verhalten und die daraus entstandenen Konsequenzen trage.
Der heftige Shitstorm beschäftigt den Creator nach eigener Aussage längst nicht mehr nur im Netz. Seine Familie kenne die Vorwürfe, im Club sei er bereits darauf angesprochen worden. Bei Begegnungen auf der Straße frage er sich inzwischen sogar, ob die Menschen ihn an- oder auslachen. Die öffentliche Ablehnung erinnere ihn an seine früheren Mobbingjahre, weil er dem Urteil anderer derzeit kaum entkommen könne. Mitleid wolle er damit jedoch nicht einfordern und seine Verantwortung ebenso wenig relativieren. Besonders schmerzhaft sei für ihn der Verlust seiner Glaubwürdigkeit – schließlich habe es ihn viel Überwindung gekostet, sich in seinen Videos persönlicher und emotionaler zu zeigen. Obwohl er nun Angst vor weiteren Veröffentlichungen habe, wolle Bene weiterhin ehrliche Beiträge produzieren. Seine Community möchte er durch sein künftiges Verhalten überzeugen. In dem Social-Media-Video bittet er: "Ich würde mich einfach freuen, wenn ein paar Leute dranbleiben und gucken, dass ich's besser kann."
Schon Mitte September war Bene wegen sehr ähnlicher Vorwürfe in die Kritik geraten. Die TikTokerin Jelena hatte damals in einem Zusammenschnitt verdeutlicht, dass sich manche seiner Videos teils nahezu Wort für Wort an ihren Aussagen orientierten. Zahlreiche Nutzer warfen ihm daraufhin vor, ihre Formulierungen, Gedanken und Wahrnehmungen als eigenen Content ausgegeben zu haben. Auch unter seinem aktuellen Statement fallen die Reaktionen gemischt aus. Einige raten ihm zu einer Auszeit und zu mehr Abstand vom Veröffentlichungsdruck. So heißt es in einem Kommentar unter seinem Video: "Ich glaube, es könnte dir helfen, für eine Zeit offline zu gehen und herauszufinden, was dich als eigene Person ausmacht." Andere Nutzer zeigen sich verständnisvoller und fordern ihn dazu auf, aus seinem Verhalten zu lernen: "Du bist auch nur ein Mensch! Lern aus deinen Fehlern und scheiß auf diesen zwanghaften Content."























