Kritik: Guillermo del Toro verteidigt Tom Cruises "Digger"

Kritik: Guillermo del Toro verteidigt Tom Cruises "Digger"

- Lisa Mayr
Lesezeit: 3 min
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Guillermo del Toro (61) hat sich öffentlich hinter Tom Cruise (64) und dessen neuen Kinofilm "Digger" gestellt. Die schwarze Komödie von Regisseur Alejandro González Iñárritu (63) läuft seit dem 1. Oktober 2026 in den Kinos und musste bereits einige harsche Kritiken einstecken. In mehreren Posts innerhalb der vergangenen 24 Stunden meldete sich der Oscarpreisträger zu Wort und widersprach dabei vor allem einer Einschätzung von IGN, wonach auch ein Kinobesuch nichts an der Meinung über den Film ändern werde. Die entsprechende Überschrift bezeichnete Guillermo als kleinlich und betonte, dass der Streifen gerade auf der großen Leinwand seine Wirkung entfalte. "Eine völlig kleinliche Überschrift. Ob man ihn liebt oder nicht. Und ja, ich liebe ihn. Der Film überzeugt auf der Kinoleinwand durch Größe, Ambition und Reichweite. Gewagt, kühn und filmisch komplex. Ganz klar ein Kinoerlebnis", schrieb der Filmemacher in seiner Reaktion auf X.

Die Resonanz auf "Digger" fällt bislang tatsächlich geteilt aus. Bei Rotten Tomatoes sind derzeit 54 Prozent der Kritiken positiv, beim Publikum liegt der Wert mit 65 Prozent etwas höher. Für das Startwochenende in Nordamerika wird laut The Hollywood Reporter ein Einspielergebnis von weniger als 13 Millionen Euro erwartet. Guillermo sieht in dem vermeintlichen Klimawandelfilm dagegen vor allem eine Geschichte über die gezielte Manipulation von Erzählungen und rief ausdrücklich zum Kinobesuch auf. "Übrigens läuft gerade ein 'Klimawandel'-Film, in dem es nicht um den Klimawandel geht, sondern um die Manipulation von Narrativen – und ja, er wird von WB veröffentlicht (möglicherweise der allerletzte Film, den WB als solches jemals herausbringen wird), und er wurde als 'exzessiv, überladen' bezeichnet, also seht ihn euch im Kino an", schrieb er in einem weiteren Post. Als Vergleich nannte der Filmemacher Ken Russells umstrittenen Film "The Devils" aus dem Jahr 1971. Auch dieser sei damals als übertrieben und erdrückend bezeichnet worden – heute liebe er ihn mehr denn je.

Die Unterstützung hat auch eine persönliche Seite: Guillermo und Alejandro sind seit Jahrzehnten befreundet und tauschen sich regelmäßig über ihre jeweiligen Projekte aus. Gemeinsam mit Alfonso Cuarón (64) werden die drei mexikanischen Regisseure als die "Three Amigos" des Kinos bezeichnet. Wie eng, aber auch streitbar die Freundschaft des Trios ist, beschrieb Alejandro bereits 2006 gegenüber der Los Angeles Times: "Wir teilen, wir beschweren uns, wir streiten, wir machen Vorschläge. Und dann unterstützt man sich." In "Digger" schlüpft Tom derweil in die Rolle des großspurigen Ölmagnaten Digger Rockwell, dessen riskante Entscheidungen die Menschheit in naher Zukunft an den Rand einer Katastrophe führen. Neben ihm sind unter anderem Riz Ahmed, John Goodman (74) und Sandra Hüller (48) zu sehen. Bereits vor dem Kinostart kritisierte Financial Times die hektische Inszenierung, die allzu offensichtliche Botschaft und das dominante Spiel des Hollywoodstars.

Guillermo del Toro bei den ACE Eddie Awards 2019
Getty Images
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Tom Cruise und Alejandro González Iñárritu bei der CinemaCon 2026 in Las Vegas
Getty Images
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Alfonso Cuarón bei der Academy Museum Gala 2024 in Los Angeles
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Alfonso Cuarón bei der Academy Museum Gala 2024 in Los Angeles
Wie findet ihr es, dass Guillermo "Digger" so leidenschaftlich verteidigt?