Sophia Thiels emotionales Essen begann schon in Grundschule

Sophia Thiels emotionales Essen begann schon in Grundschule

- Melina Becker
Lesezeit: 3 min
Promiflash.de bei Google bevorzugenPromiflash.de bei Google bevorzugen

Sophia Thiel (31) gibt tiefe Einblicke in ihre Vergangenheit: Im Podcast "Tigges trifft" sprach die Fitnessinfluencerin mit Sebastian Tigges (41) über ihre mentale Gesundheit – und darüber, wie früh ihr Essverhalten aus dem Gleichgewicht geriet. Auf die Frage, wann das emotionale Essen eigentlich angefangen habe, musste sie nicht lange überlegen. "Schon so während der Grundschulzeit. Da kann ich mich bewusst daran erinnern, dass ich da schon aus Frust [gegessen habe]", erinnerte sich der Social-Media-Star. Die Wurzeln dafür lagen in verletzenden Erfahrungen und Mobbing aufgrund ihrer damaligen Figur. Schon in ihrer Kindheit diente das Essen für sie als emotionales Ventil. Eine ganz bestimmte Abwertung ist ihr dabei bis heute im Gedächtnis geblieben – und die stammte ausgerechnet von einem Jungen, in den sie damals verliebt war. "Das sind so Dinge, die sich einfach einbrennen. Ich hatte damals auch einen Crush auf jemanden, und der hat auch gesagt: "Die Dicke". Das sind wie so kleine Narben, die immer bleiben. Aber es reicht aus, um sich schon sehr früh sehr unwohl zu fühlen", schilderte sie im Podcast.

Im Laufe der Zeit geriet ihre Beziehung zum Essen immer mehr außer Kontrolle. Während ihrer Reifeprüfung rutschte die Athletin in eine ausgeprägte Magersucht ab – bei einer Größe von 1,72 Metern brachte sie zeitweise nicht einmal mehr 50 Kilo auf die Waage. Doch damit war die Leidensgeschichte noch nicht überstanden: Es kam zu einer Suchtverschiebung, und sie entwickelte Bulimie. Den entscheidenden Befreiungsschlag aus dem Teufelskreis der Nahrungsverweigerung schaffte sie letztlich durch Kraftsport. Wer Muskeln aufbauen will, muss den Körper regelmäßig versorgen – und genau das wurde für Sophia zum entscheidenden Punkt. Etwa alle drei Stunden stand eine Mahlzeit an, das Training gab ihr eine Struktur, die sie zuvor nicht hatte. Der Sport sei damit zu einem wichtigen Baustein geworden, um sich von den alten Mustern zu lösen.

Heute geht die Influencerin nach eigener Aussage deutlich anders mit dem Thema Essen um – auch wenn die Essstörung nicht einfach verschwunden ist. Gegenüber t-online erklärte sie im Dezember 2025, dass sie inzwischen einen besseren Umgang mit Festessen und großen Familientafeln gefunden habe. Weihnachten und deftige Gerichte würden bei ihr keine Angst mehr auslösen. Das ist eine Kehrtwende zu den schmerzhaften Prägungen, die schon in ihren Kindheitstagen begannen. Mit ihren Workouts im Netz feierte die Athletin einst ihren großen Durchbruch, ehe sie 2019 die Notbremse zog und für längere Zeit komplett von der Bildfläche verschwand. Seit ihrem Comeback nutzt sie ihre Reichweite, um ungeschönt über mentale Probleme, persönliche Krisen und die Schattenseiten des Daseins als Fitness-Ikone aufzuklären.

Sophia Thiel im Jahr 2019
Instagram / sophia.thiel
Sophia Thiel im Jahr 2019
Sophia Thiel, Influencerin
Instagram / sophia.thiel
Sophia Thiel, Influencerin
Sophia Thiel, Influencerin
Instagram / sophia.thiel
Sophia Thiel, Influencerin
Welcher Aspekt aus Sophias Geschichte hat einen bleibenden Eindruck bei euch hinterlassen?