27 Ehejahre: Cornelia Funke reflektiert Verlust ihres Mannes
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27 Ehejahre: Cornelia Funke reflektiert Verlust ihres Mannes

- Marina Birner
Lesezeit: 2 min
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Cornelia Funke (67) hat einen der schwersten Momente ihres Lebens noch immer genau vor Augen: den Tod ihres Ehemanns Rolf Frahm. 27 Jahre lang waren die beiden verheiratet, gemeinsam bekamen sie die Kinder Ben und Anna. 2005 wagte die Familie den großen Schritt und zog von Hamburg nach Kalifornien. Nur acht Monate später folgte die niederschmetternde Diagnose: Magenkrebs. Zwei Monate danach starb der gelernte Buchdrucker 2006 im Alter von Ende 50. In einem Gespräch mit der Wochenzeitung Die Zeit berichtete die Autorin nun von ihrem persönlichen Umgang mit Trauer. Sie unterbrach ihre Arbeit nicht, sondern nahm ihre Manuskripte mit ans Sterbebett ihres Mannes und schrieb dort weiter. "Ich habe bis zum Schluss neben seinem Bett gesessen und geschrieben. Er wollte das so", erinnerte sie sich. Auch nach seinem Tod gaben ihr das Schreiben und die Verantwortung für die beiden Kinder Halt.

Die Verbindung zwischen der Schriftstellerin und Rolf ging über ihre private Partnerschaft hinaus. Der gelernte Buchdrucker stand ihr auch beruflich zur Seite und unterstützte sie bei der Gestaltung ihrer Werke. "Wir waren dieses siamesische Zwillingspaar", schwärmte Cornelia. Nach dem Verlust stürzte sich die Autorin weiter in ihre Projekte. Welchen Stellenwert ihr Beruf für sie hat, erklärte sie im Gespräch mit Brigitte Woman: "Arbeiten ist für mich eine glückselige Besessenheit." Gleichzeitig war es ihr ein Anliegen, Ben und Anna nicht in der gemeinsamen Trauer versinken zu lassen. "Da sind die Kinder. Man lernt, man wird sie nicht in Traurigkeit ertränken, sondern mit Freundschaft umgeben", beschrieb sie ihren Umgang mit der Situation laut Die Zeit.

Der Verlust hat auch ihren eigenen Blick auf die Endlichkeit verändert. Angst vor dem Sterben habe sie seitdem nicht mehr, wie sie im SWR3-Podcast erzählte: "Der Tod ist nur eine andere Tür." Obwohl ihr Mann bereits seit 2006 nicht mehr lebt, spürt die Kinder- und Jugendbuchautorin seine Nähe bisweilen noch im Alltag – manchmal sogar in ganz banalen Momenten. "Da steige ich in mein Auto und plötzlich denke ich: 'Oh, hat er sich gerade daneben gesetzt' und dann sage ich ihm mal 'Hello'", schildert sie eine beispielhafte Situation. Bekannt wurde Cornelia vor allem durch ihre Buchreihen "Tintenwelt" und "Die wilden Hühner", die weltweit Millionen Leser fanden. Sie machte wiederholt deutlich, welche wichtige Rolle das Schreiben in ihrem Leben spielte – sowohl während Rolfs Erkrankung als auch in der Zeit nach seinem Tod.

Cornelia Funke präsentiert ihr Buch "Tintenherz" auf der Buchmesse 2003 in Frankfurt am Main
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Cornelia Funke präsentiert ihr Buch "Tintenherz" auf der Buchmesse 2003 in Frankfurt am Main
Cornelia Funke zu Gast in der NDR Talkshow im NDR 3 Studio in Hamburg, Aufzeichnung vom 29.04.2026
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Cornelia Funke zu Gast in der NDR Talkshow im NDR 3 Studio in Hamburg, Aufzeichnung vom 29.04.2026
Cornelia Funke bei der Weltpremiere von "Tintenherz" im Cinestar am Potsdamer Platz, Berlin, 09.12.2008
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Cornelia Funke bei der Weltpremiere von "Tintenherz" im Cinestar am Potsdamer Platz, Berlin, 09.12.2008
Wie findet ihr, dass Cornelia Funke ihren verstorbenen Mann manchmal noch im Alltag bei sich spürt?