Susanne Bormann erklärt, warum sie nicht heiraten wollte

Susanne Bormann erklärt, warum sie nicht heiraten wollte

- Anna Pejsek
Lesezeit: 2 min
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Susanne Bormann (47) und Nicolai Ziel sind seit über 25 Jahren ein Paar und haben zwei gemeinsame Töchter – einen Trauschein gibt es bis heute aber nicht. Im Interview mit Bild am Sonntag erklärt die Schauspielerin jetzt, dass sie der Gedanke an eine Hochzeit nie wirklich gereizt habe. Statt eines einmaligen Eheversprechens sei ihr etwas anderes wichtig: Beide Partner sollen sich täglich aufs Neue füreinander entscheiden und immer wieder in die Beziehung investieren. Eine Hochzeit könne dagegen schnell wie ein erreichter und anschließend abgehakter Meilenstein wirken. Die Schauspielerin sorgt sich, dass nach dem Gang zum Standesamt die Aufmerksamkeit füreinander nachlassen könnte. Deshalb setzt sie statt auf einen Trauschein auf kontinuierlichen Einsatz im Alltag. "Man muss sich ja eben jeden Tag neu bemühen", bringt Susanne ihren Grundsatz auf den Punkt. Gerade diese tägliche Entscheidung ist ihr offenbar wichtiger als das Versprechen bei einer einmaligen Zeremonie.

Komplett vom Tisch ist eine Hochzeit trotzdem nicht. Seit der Geburt ihrer beiden Töchter schaut das Paar nämlich anders auf die rechtliche Seite einer Partnerschaft. Susanne stört, dass es zur Ehe keine wirklich gleichwertige juristische Alternative gibt. Besonders in Ausnahmesituationen werde das deutlich – etwa, wenn ein Partner nach einem Unfall im Krankenhaus liegt oder wenn es nach einem Todesfall um das Erbe geht. Da könne der fehlende rechtliche Status eine wichtige Rolle spielen. Damit rücken für Susanne inzwischen weniger Romantik und Feierlichkeiten als vielmehr die praktische Absicherung ihrer Familie in den Mittelpunkt. Die Vorteile einer Eheschließung könnten für sie und Nicolai daher doch noch relevant werden. Ob sich die beiden deshalb nach mehr als einem Vierteljahrhundert Beziehung irgendwann das Jawort geben, lässt Susanne allerdings offen.

Was eine langjährige Partnerschaft für sie ausmacht, beschreibt die Schauspielerin ganz konkret: Man müsse sowohl an der Beziehung als auch an sich selbst arbeiten, persönliche Themen angehen, einander zuhören und miteinander im Gespräch bleiben. Gleichzeitig hält sie Freiräume für wichtig. Ein einzelner Mensch könne schließlich nicht sämtliche Bedürfnisse des anderen erfüllen – Eindrücke außerhalb der Partnerschaft und berufliche Reisen könnten sogar neue Energie in die Beziehung bringen. Eine Grenze gibt es trotzdem, und die ist klar markiert: Treue sieht die Schauspielerin als Fundament ihrer Partnerschaft. Sie und Nicolai hätten sich schon früh für eine exklusive Beziehung entschieden. Gerade im Schauspielberuf, in dem emotionale und körperliche Versuchungen zum Alltag gehören, empfindet sie diese Abmachung als entlastend.

Susanne Bormann bei der Premiere von "Feuchtgebiete"
Getty Images
Susanne Bormann bei der Premiere von "Feuchtgebiete"
Susanne Bormann und Nicolai Ziel bei der Party zum Kinofilm "Frau Ella" im Clärchens Ballhaus in Berlin-Mitte, 2013
Imago
Susanne Bormann und Nicolai Ziel bei der Party zum Kinofilm "Frau Ella" im Clärchens Ballhaus in Berlin-Mitte, 2013
Susanne Bormann, Schauspielerin
Getty Images
Susanne Bormann, Schauspielerin
Könnt ihr Susannes Haltung verstehen, dass man sich täglich füreinander entscheiden sollte – statt nur einmal "Ja" zu sagen?