Amsterdam ist die Stadt der Grachten und der Museen, doch wenn man nicht auf der Suche nach Kultur ist, ist sie auch die Stadt der Sünde. Mitten im Stadtzentrum liegt das bekannte Rotlichtviertel, in dem tagtäglich die Frauen ihre Körper anbieten und die Männer auf der Suche nach schnellem Sex sind. Und auch diese Szene beherbergt die ein oder anderen Urgesteine, die schon seit Jahren in den Fenstern sitzen und den Touristen sowie Einheimischen schöne Augen machen. Die Zwillingsschwestern Louise und Martine Fokkens (70) arbeiten bereits seit Anfang der 60er Jahre im Milieu und sind auch über die Grenzen Amsterdams hinaus bekannt.

Sie sind die ältesten Prostituierten in der Stadt und geben jetzt Einblicke in ihr bewegtes Leben – was in diesem Fall wörtlich zu nehmen ist. Mit mehr als 355.000 Männern haben sie im Laufe ihrer Karriere geschlafen und verarbeiten das Erlebte nun in einem Buch und haben sogar einen Film gedreht mit dem Titel „Meet The Fokkens“. In der US-Talkshow This Morning plauderten sie jetzt über Freier und wie sie überhaupt in das Business gelangten. „Sie sind mit uns groß geworden. Viele von ihnen sind Freunde geworden“, erzählt Martine, die immer noch in den Schaufenstern der Amüsiermeile ihrer Tätigkeit nachgeht. Seit nunmehr 50 Jahren verkaufen sie ihre Körper und bemerkten im Laufe der Zeit natürlich auch die Veränderungen in Bezug auf die Frauen oder das Styling der Huren. „Es hat sich Vieles verändert. Damals hatten wir immer noch Kleidung an, heute sind sie alle komplett nackt in den Fenstern“, erzählt Louise, die mit 20 die käufliche Liebe für sich entdeckte.

Seit zwei Jahren zwingt sie jedoch ihre Arthritis, eine Pause einzulegen. „Meine Schwester arbeitet immer noch in ihrem hohen Alter. Sie braucht das Geld. Du kannst nicht von einer staatlichen Unterstützung leben“, sagt Louise. Durch den Gang an die Öffentlichkeit erhoffen sich die Zwillinge nun endlich in Rente gehen zu können, und den jungen Damen das Feld zu überlassen. Es bleibt zu hoffen, dass durch ihr Buch sowie die Dokumentation genug Geld zusammenkommt, um Ruhe in ihren Betten einkehren zu lassen.

Louise und Martine FokkenSimon Earl / Splash News
Louise und Martine Fokken
Louise und Martine FokkenSimon Earl / Splash News
Louise und Martine Fokken
Louise und Martine FokkenSimon Earl / Splash News
Louise und Martine Fokken


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