Prinz Edward bricht erstmals Schweigen im Epstein-Skandal
Prinz Edward (61) hat als erster Royal öffentlich auf den Skandal um Jeffrey Epstein (†66) reagiert – und dabei unmissverständlich klargemacht, worum es seiner Ansicht nach gehen muss. Bei einem Termin am Dienstag in London, an dem er mit Mitarbeitenden einer Hilfsorganisation zusammenkam, bat der Duke of Edinburgh darum, die Aufmerksamkeit auf die missbrauchten Frauen zu richten. "Bitte denken Sie an die Opfer", sagte Prinz Edward laut einem Bericht der Daily Mail. Der Royal machte damit deutlich, dass die Debatte nicht an der Person Jeffrey Epstein hängen bleiben dürfe, sondern das Leid der Betroffenen ins Zentrum rücken sollte.
Die Wortmeldung kommt in einer Phase, in der die Öffentlichkeit erneut mit Details aus Jeffrey Epsteins Umfeld konfrontiert wird. Medien verbreiteten zuletzt Aufnahmen, die den verstorbenen Unternehmer in seinem Anwesen zeigen sollen, während weitere Dokumente und Aussagen alte Wunden aufreißen. Edwards Hinweis, nicht den Täter zu verherrlichen, sondern den Betroffenen eine Stimme zu geben, trifft einen Nerv. "Erinnern wir uns an die Frauen", wurde er von Anwesenden zitiert. Beobachter werten es als bezeichnend, dass ausgerechnet er diesen Schritt unternimmt: Die Familie hatte sich bislang zurückgehalten, während die Schlagzeilen immer lauter wurden und neue Anschuldigungen diskutiert wurden.
Privat gilt Edward als einer der diskretesten Vertreter der Königsfamilie. Der jüngste Sohn der verstorbenen Queen Elizabeth II. (†96) ist seit 1999 mit Sophie Wessex (61) verheiratet, gemeinsam haben sie zwei Kinder. Auch Sophie engagiert sich seit Jahren für Organisationen, die sich für Schutz und Unterstützung von Betroffenen einsetzen. In dieser familiären Konstellation überrascht es wenig, dass Prinz Edward seine Möglichkeit nutzt, um an Mitgefühl und Aufmerksamkeit für diejenigen zu appellieren, deren Stimmen sonst leicht im Lärm der Schlagzeilen untergehen.











