Sam Claflin offenbart seinen Kampf mit Körperdysmorphie
Sam Claflin (39) hat in einer neuen Folge des Podcasts "Happy Place" von Fearne Cotton (44) offen über seinen Kampf mit Körperdysmorphie gesprochen – und darüber, wie sehr ihn das in seinem Job als Schauspieler belastet. Betroffene haben eine überspitze Wahrnehmung ihres Körpers und beschäftigen sich übermäßig mit kleinsten Mängeln. Der Brite schildert, dass er schon früh in seiner Karriere unerwartet für eine Produktion oben ohne vor der Kamera stehen musste, obwohl das gar nicht im Drehbuch vorgesehen war. "Eine Woche vorher hieß es, sie nehmen mir das Shirt ab. Ich dachte: 'Mist, ich habe nicht trainiert, was mache ich?'", erzählt Sam in dem Gespräch. Der Star erinnert sich, wie unsicher er sich damals fühlte und wie ihn genau dieses Gefühl bis heute begleitet.
Sam erklärte weiter, wie prägend sein Selbstbild schon seit seiner Jugend sei. Er vermutet, dass seine späte Pubertät und das Gefühl, nie stark oder gut genug zu sein, eine Rolle gespielt haben könnten. Besonders schockierend sei für ihn eine Schulsituation gewesen, bei der er vor seinen Klassenkameraden keinen Klimmzug schaffte – ein Moment, der ihn bis heute verfolgt. Auch in seiner Karriere sei er immer wieder mit Unsicherheiten konfrontiert worden. Er schilderte, wie er sich bei seiner Arbeit manchmal wie "ein Stück Fleisch" fühlte, etwa als er am Set öffentlich auf sein Gewicht hingewiesen wurde. Erst kürzlich sei ihm erneut bewusst geworden, wie wenig er es genieße, sein eigenes Gesicht auf der Leinwand zu sehen.
Privat gibt Sam Einblicke in die Auswirkungen des Drucks, den er nicht nur durch seine Arbeit, sondern auch durch soziale Medien spürt. Um für seine Rollen dem Schönheitsideal zu entsprechen, trainiert er über Stunden und hungert wochenlang – wie etwa vor seiner Rolle in "Ein ganzes halbes Jahr", für die er über 20 Kilo abnahm. Obwohl er durch diese Disziplin und harte Arbeit Erfolge gefeiert hat, bleibt sein innerer Kampf ein ständiger Begleiter. Auf persönlicher Ebene schildert Sam, wie schwierig es ist, diese Unsicherheiten zu überwinden, insbesondere in einer Branche, die weltweit durchleuchtet und kommentiert wird. Seine Offenheit im Podcast berührt viele, denn mit seiner Geschichte zeigt er, wie verletzlich selbst erfolgreiche Menschen sein können.








