Der Literaturnobelpreisträger Günter Grass ist gestorben. Im Alter von 87 Jahren verstarb der weltberühmte Autor in einer Lübecker Klinik. Günter Grass wurde bereits zu Lebzeiten als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Gegenwart gefeiert. Sein 1959 erschienener Roman "Die Blechtrommel" zählte nach kürzester Zeit zu einem der wichtigsten Bücher der Nachkriegsliteratur. Dieser Welterfolg erzählt die Geschichte des Zwerges Oskar Matzerath, der sich im frühen Kindesalter weigerte, weiterzuwachsen. Vor neun Jahren veröffentlichte Günter Grass (✝87) sein letztes Buch - "Beim Häuten der Zwiebel" ist ein autobiografisches Werk.

Günter Grass
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Grass hatte ursprünglich eine Lehre als Steinmetz gemacht und anschließend Kunst studiert. Doch es sollten seine geschriebenen Worte sein, welche die Leute noch jahrelang begeistern würden. 1999 erhielt der Schriftsteller den Nobelpreis für Literatur für seine Gesamtwerke. Seine drei Werke "Die Blechtrommel", "Katz und Maus" und "Hundejahre" gelten als die Danziger Trilogie. Im Jahr 2006 dominierte Günter Grass mit seiner Autobiografie erneut für mehrere Wochen die Schlagzeilen. In diesem letzten Buch legte der Autor seine frühe Mitgliedschaft bei der Waffen-SS offen. Seine Offenbarung führte zu heftiger Kritik. Zuletzt hatte der 87-Jährige immer wieder kleinere Publikationen in unterschiedlichen Zeitschriften veröffentlicht, die meist Kontroversen auslösten. Der Schriftsteller soll an einer Infektion gestorben sein, berichtet Bild.

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Der erfolgreiche Autor hinterlässt sechs Kinder und seine Ehefrau Ute Grunert.

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