Gestern Abend fand die 66. Verleihung des Deutschen Filmpreises statt und das so lässig wie nie. Mit einer gewaltigen Portion Frauenpower und einer fantastischen Newcomerin war dieser Abend ein voller Erfolg.

Claudia Eisinger und Katja Riemann
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Claudia Eisinger und Katja Riemann

Die Schauspielerin Laura Tonke erhielt an diesem Abend gleich zwei Preise. Sie konnte mit ihrer Nebenrolle in dem Film "Mängelexemplar" überzeugen und auch mit ihrer weiblichen Hauptrolle in der Tragikomödie "Hedi Schneider steckt fest" konnte sie beim Publikum auf ganzer Linie punkten.

Ronald Zehrfeld
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Ronald Zehrfeld

Neben Tonke glänzten auch andere Filmkolleginnen, darunter die Regisseurin Theresa von Eltz, die für "4 Könige" mit einem Filmpreis in Bronze ausgezeichnet wurde, sowie die Produzentin Regina Ziegler, die einen Ehrenpreis erhielt. Auch Regisseurin Maren Ades überzeugte an dem Abend mit ihrer Leistung. Die Schauspielerin Iris Berben (65) hielt außerdem eine starke Rede gegen Rassismus.

Theresa von Eltz
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Theresa von Eltz

Aber auch die Männer konnten sich freuen: Der Film "Der Staat gegen Fritz Bauer" galt als größter Erfolg des Abends. Der Filmproduzent Thomas Kufus nahm für diesen die goldene Lola mit nach Hause. Schauspieler Ronald Zehrfeld wurde in dem Film für die beste Nebenrolle belohnt.

Hier sind noch einmal alle Lola-Gewinner des 66. Deutschen Filmpreis aufgelistet:


Bester Spielfilm in Gold (500.000 Euro): "Der Staat gegen Fritz Bauer" von Lars Kraume

Bester Spielfilm in Silber (425.000 Euro): "Herbert" von Thomas Stuber

Bester Spielfilm in Bronze (375.000 Euro): "4 Könige" von Theresa von Eltz

Bester Kinderfilm (250.000 Euro): "Heidi" von Alain Gsponer

Bester Dokumentarfilm (200.000 Euro): "Above and Below" von Nicolas Steiner

Ehrenpreis (undotiert): Filmproduzentin Regina Ziegler

Bernd-Eichinger-Preis (undotiert): Filmproduzent Stefan Arndt

Besucherstärkster Film des Jahres (undotiert): "Fack ju Göhte 2" von Bora Dagtekin (37)

Beste weibliche Hauptrolle (10.000 Euro): Laura Tonke ("Hedi Schneider steckt fest")

Beste männliche Hauptrolle (10.000 Euro): Peter Kurth ("Herbert")

Beste weibliche Nebenrolle (10.000 Euro): Laura Tonke ("Mängelexemplar")

Beste männliche Nebenrolle (10.000 Euro): Ronald Zehrfeld ("Der Staat gegen Fritz Bauer")

Beste Regie (10.000 Euro): Lars Kraume ("Der Staat gegen Fritz Bauer")

Beste Kamera/Bildgestaltung (10.000 Euro): Markus Nestroy ("Above and Below")

Bestes Drehbuch (10.000 Euro): Lars Kraume und Olivier Guez ("Der Staat gegen Fritz Bauer")

Bester Schnitt (10.000 Euro): Alexander Berner ("Ein Hologramm für den König")

Bestes Szenenbild (10.000 Euro): Cora Pratz ("Der Staat gegen Fritz Bauer")

Bestes Kostümbild (10.000 Euro): Esther Walz ("Der Staat gegen Fritz Bauer")

Beste Filmmusik (10.000 Euro): Alexandre Desplat ("Everything Will Be Fine"

Beste Tongestaltung (10.000 Euro): Roland Winke, Matthias Lempert und Frank Kruse ("Ein Hologramm für den König")

Bestes Maskenbild (10.000 Euro): Hanna Hackbeil ("Herbert")

Die Preisgelder für die Filme sind zweckgebunden für die Herstellung eines neuen Films.