Gefängnisbesuch: Kronprinzessin Mette-Marit wirkt verändert
Kronprinzessin Mette-Marit (52) und Kronprinz Haakon (52) haben am Sonntagnachmittag erneut das Osloer Gefängnis besucht, um ihren Sohn Marius Borg Høiby (29) zu sehen, der sich derzeit in Untersuchungshaft befindet. Das Kronprinzenpaar fuhr gegen 16:30 Uhr mit Polizeieskorte vor und verließ das Gefängnis nach etwa einer Stunde wieder. Wie das norwegische Nachrichtenportal Se og Hør berichtete, hielten sich die beiden an die regulären Besuchszeiten und erhielten keinen Sonderstatus. Für Mette-Marit war es das erste öffentliche Erscheinen seit rund vier Wochen. Ihr letzter offizieller Termin fand Ende Januar statt, zuletzt wurde sie Mitte Februar bei einem privaten Gefängnisbesuch fotografiert. Auf einem aktuellen Foto, das Mette-Marit bei ihrem jüngsten Gefängnisbesuch zeigt und das der Bild-Zeitung vorliegt, fällt auf, dass die Kronprinzessin sichtlich verändert wirkt: Ihr Gesicht erscheint runder und weicher als noch vor wenigen Wochen.
In norwegischen Medien wird bereits spekuliert, dass die optische Veränderung auf eine medikamentöse Behandlung zurückzuführen sein könnte. Mette-Marit leidet seit Jahren an einer chronischen Lungenfibrose, einer unheilbaren Erkrankung der Lunge, die regelmäßig behandelt werden muss. Ein Lungenexperte erklärte gegenüber Bild, dass bei der Therapie häufig Kortison zum Einsatz kommt, um chronische Entzündungen zu lindern. Eine mögliche Nebenwirkung dieser Behandlung sei eine Veränderung des Gesichtsbildes. Die Erkrankung verlaufe oft in Schüben, bei denen das Medikament verabreicht werde, um Symptome wie trockenen Reizhusten und Luftnot zu lindern. Der Palast wollte sich zu dem Besuch offiziell nicht äußern.
Marius sitzt wegen schwerer Vorwürfe in Untersuchungshaft. Gegen den Sohn der Kronprinzessin liegt eine umfangreiche Anklageschrift mit insgesamt 40 Punkten vor. In der letzten Verhandlungswoche ließ die Staatsanwaltschaft einen der Anklagepunkte fallen, doch zahlreiche weitere Vorwürfe bleiben bestehen. Laut Medienberichten bestreitet Marius die schwersten Vorwürfe, räumt aber einige der weniger schweren Taten teilweise ein. Am Donnerstag sollen die Schlussplädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung gehalten werden. Wann das finale Urteil verkündet wird, ist bisher noch nicht bekannt. Für das norwegische Kronprinzenpaar sind die vergangenen Wochen eine belastende Zeit gewesen – beide wirkten bei ihrem jüngsten Gefängnisbesuch still und gefasst, aber sichtlich gezeichnet von den Ereignissen.








