Vier Weltmeistertitel, drei Weltrekorde und zweimal Europameister: Rudi Altig gehört mit Fug und Recht zu den wohl erfolgreichsten Radsportlern Deutschlands. 1937 in Mannheim geboren, verfolgte der talentierte Radler Zeit seines Lebens eine ganz steile Karriere, konnte für sein Heimatland die eine oder andere bedeutende Medaille sichern. Vor wenigen Stunden starb Rudi im Alter von 79 Jahren.

Rudi Altig fährt Rad bei einer Straßen-WM in Leicester im Jahr 1970
Ullstein Bild / ActionPress
Rudi Altig fährt Rad bei einer Straßen-WM in Leicester im Jahr 1970

Zu seinem 80. Geburtstag im nächsten Jahr wollte Rudi Altig eigentlich eine große Party steigen lassen, doch dazu wird es nicht mehr kommen. Am Samstag um 16:45 Uhr schlief der Profi-Sportler in einem Hospiz in Rheinland-Pfalz im Kreise seiner Liebsten friedlich ein, wie seine Familie am frühen Abend bekannt gab. Rudi sei in Folge eines Krebsleidens verstorben.

Rudi Altig gemeinsam mit seiner Frau Monique auf der ISM 2016
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Rudi Altig gemeinsam mit seiner Frau Monique auf der ISM 2016

"Je mehr man im Leben erreichen möchte, so mehr muss man dafür tun", so lautete das Motto des talentierten Rennrad-Profis, der für sein Land zahlreiche Siege einfahren konnte. Ob seine Weltmeistertitel im Einer-Verfolgungsfahren in Amsterdam (1959), Leipzig (1960) und Zürich (1961) oder die Weltrekorde über 1000m und 5000m in den Jahren 1959 und 1962 - Rudi gab sich nie mit einfachen Etappen zufrieden. Im Rahmen der Tour de France, einer der legendärsten Rundfahrten der Welt, kämpfte er 18 Tage im Gelben Trikot um den Sieg.

Radsportler Rudi Altig wird nach einem WM-Sieg im Jahr 1959 von seinen Kollegen gefeiert
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Radsportler Rudi Altig wird nach einem WM-Sieg im Jahr 1959 von seinen Kollegen gefeiert

Altig war als "radelnde Apotheke" bekannt, zu Aktiv-Zeiten gestand er die Einnahme von Dopingmitteln. Im Miroir Sprint von 1969 erklärte er: "Ich bin schlau genug, Mittel zu benutzen, die keine Spuren im Urin hinterlassen."