Diese Nachricht erschütterte die ganze Welt: Im spanischen Teruel verstarb heute ein 29-jähriger Torereo während eines Stierkampfes. Das Tier bohrte Víctor Barrio seine Hörner in dessen Seite und der junge Mann erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Doch die Reaktionen auf seinen Tod im Netz sind nicht unbedingt trauernder Natur.

Stier beim Stierkampf in Spanien
Sipa Press / ActionPress
Stier beim Stierkampf in Spanien

Stierkämpfe sind vor allem von Tierschützern ein heftig kritisierter Nationalsport in Spanien. Auf den kanarischen Inseln wurde das grausame Spektakel bereits 1991 abgeschafft. Auch in Katalonien folgte man 2010 dem Beispiel. Doch laut Umfragen wolle die Mehrheit der Einwohner die Tradition beibehalten. Der Protest wird aber bedingt durch das schreckliche Ereignis von heute nun wieder sehr laut. Zahlreiche Menschen verweisen dabei nicht nur auf den getöteten Torero, sondern auch auf das Leid der Tiere, deren Quälerei Teil des Spektakels ist.

Víctor Barrio, Stierkämpfer
Alberto Simon / DYDPPA / REX / ActionPress
Víctor Barrio, Stierkämpfer

Der junge Torero selbst gab einmal zu bedenken, dass er lange mit sich gerungen habe, beim Stierkampf einzusteigen. "Ich habe immer eine starke Bewunderung für Stierkämpfer und die Festivals gehegt. Aber es war mir peinlich zu sagen, dass ich einer werden wollte und ein Held, so wie ich sie sah", sagte er laut Daily Mail.

Der verstorbene Torero Victor Barrio
Alberto Simon / DYDPPA / REX / ActionPress
Der verstorbene Torero Victor Barrio