

Schicksalsschlag: Ronja Forcher über Verlust ihrer Freundin
Mit gerade einmal 13 Jahren erlebt Ronja Forcher (29) einen Verlust, der ihr ganzes Leben prägen sollte: Ihre gleichaltrige beste Freundin Sarah stirbt, während die heute 29-Jährige gleichzeitig für die ZDF-Serie Der Bergdoktor vor der Kamera steht. In der WDR-Talkshow "Kölner Treff" erzählt die Schauspielerin jetzt, wie sehr sie dieser Moment aus der Bahn geworfen hat – und warum sie nur einen Tag nach dem Tod ihrer Freundin wieder am Set in den Bergen stand. Im Gespräch mit den Moderatorinnen Susan Link (49) und Anna Planken erklärt sie, dass ihr ausgerechnet ihre Serienfigur Lilli damals Halt gegeben habe, als in ihrem echten Leben plötzlich nichts mehr in Ordnung war.
Von Anfang an sei klar gewesen, dass Sarah ihre seltene Erbkrankheit Progerie – die zu einem beschleunigten Alterungsprozess führt – nicht überleben würde, wie Ronja im Talk berichtet. "Wir wussten, dass Sarah irgendwann gehen wird. Das war von Anfang an klar, auch ihr und mir. Aber obwohl man versucht, sich jahrelang vorzubereiten, erschreckt es einen dann sehr", erklärt die Schauspielerin. Als ihre Freundin dann tatsächlich starb, habe sie sich selbst nicht mehr wiedererkannt: "Da ist man sehr verwirrt. Man weiß nicht mehr, wer man selber ist." Ihre Eltern seien irritiert gewesen, als Ronja schon am nächsten Tag wieder zum "Bergdoktor"-Dreh fuhr. Doch sie habe diesen Schritt gebraucht: "Die Verpflichtung, diese Arbeit, die ich seit acht Jahren gekannt habe, hat mich ein bisschen gehalten", erinnert sie sich. In ihrer Rolle habe für einen Moment alles gestimmt, während sie privat mit Trauer und Verunsicherung kämpfte.
Heute blickt die Österreicherin anders auf ihr Leben – und auf jeden einzelnen Geburtstag. In einigen Monaten wird Ronja 30 Jahre alt, eine Zahl, die sie vor dem Hintergrund des frühen Todes ihrer Freundin besonders schätzt. "Durch das Erlebnis mit meiner Freundin weiß ich, was Älterwerden für ein Geschenk ist", sagt sie im Gespräch mit Susan. Ronja erzählt, wie glücklich sie sich derzeit fühlt: Sie schwärmt von ihrem Mann Felix, mit dem sie ein "wundervolles Zuhause" gefunden hat, und von den Projekten, an denen sie arbeiten darf. Dass sie inzwischen an der 20. Staffel von "Der Bergdoktor" mitwirkt, sei für das Mädchen von damals unvorstellbar gewesen. Die Schauspielerin beschreibt die Dreharbeiten als Herzenssache: Sie liebe das Publikum sehr und empfinde es immer noch als Geschenk, diese Bergidylle spielen zu dürfen – vielleicht auch, weil sie weiß, wie tröstlich heile Welten sein können, wenn das echte Leben weh tut.








