Am 23. August 2006 gelang Natascha Kampusch (28), was vor allem sie wohl am wenigsten erwartet hatte: Die Flucht aus dem Kellerverlies, in dem ihr Kidnapper Wolfgang Priklopil sie achteinhalb Jahre lang gefangen hielt.

Natascha Kampusch auf ihrer Filmpremiere
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Natascha Kampusch auf ihrer Filmpremiere

Heute, zehn Jahre später, fühlt sich die mittlerweile 28-Jährige noch sehr oft gefangen, wie sie in einem Interview anlässlich einer ORF-Dokumentation über ihr Leben nach der Flucht gesteht: "So richtig frei war ich in den vergangenen zehn Jahren nur in wenigen Momenten. Es war auch ein Gefängnis, in das ich zurückgekehrt bin. Ein Gefängnis der Urteile und Verurteilungen."

Natascha Kampusch Im Interview bei Günther Jauch
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Natascha Kampusch Im Interview bei Günther Jauch

Nie wird sie ein "normales Leben" führen können. Doch die junge Frau versucht, ihren Weg zu gehen, will die Matura nachholen, nimmt Gesangsunterricht und Reitstunden. "Jetzt beginnt erst die Phase, wo ich wirklich versuche, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und mich zu entfalten."

Natascha Kampusch in einem Interview
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Natascha Kampusch in einem Interview

Die Dokumentation "Natascha Kampusch – ihr Leben 10 Jahre nach der Flucht", in der der österreichische Journalist Christoph Feurstein mit Natascha an den Ort des Geschehens zurückkehrt, läuft am 18. Juli im ORF.