Der Film über das Schicksal von Natascha Kampusch (25), die sich im Jahr 2006 nach achtjähriger Gefangenschaft von ihrem Peiniger Wolfgang Priklopil befreien konnte, erregt dieser Tage großes Aufsehen.

Nicht allein das Thema ist für viele Menschen harter Toback, sondern auch Natascha als Person wird immer häufiger kritisiert und sogar als unglaubwürdig dargestellt. So zumindest die Meinung, die in der Öffentlichkeit derzeit vorherrscht. Dass sich jetzt aber sogar ihr eigener Vater in die Debatte einmischt und seiner Tochter nicht beisteht, sondern sie öffentlich an den Pranger stellt, schockiert nahezu. In dem Buch "Vermisst - Die Suche des Vaters nach Natascha Kampusch" sucht Ludwig Koch den Weg ins Rampenlicht - abermals auf Kosten seiner Tochter. Er hält die ganze Geschichte nämlich für einen Mythos, der nicht der Wahrheit entsprechen kann, berichtet oe24.at. "Die Wahrheit liegt zwischen Natascha und mir. Sie blockiert unsere Beziehung. Ich spreche, weil ich sie liebe und zurückwill", so Ludwig Koch. Natascha Kampusch hat ein schlechtes Verhältnis zu ihren Eltern und hat den Kontakt zu ihnen drastisch eingestellt.

Das Buch von Autor Allan Hall soll neue Details ans Licht bringen. So sollen Aussagen im Zuge der Ermittlungen vertuscht worden sein und einzelne Beziehungskonstellationen seien bis dato unklar. "Der Keller schaut so aus, als wenn in diesem Raum nie jemand für lange Zeit lebte. Das Mädchen aus dem Keller ist ein Mythos. Sie wartete mit ihrer Flucht, bis sie 18 war, weil sie nicht in ein Heim wollte oder zu ihrer Familie zurück", so ein Auszug aus dem Werk, das am Dienstag in London erscheint. Was Ludwig Koch dazu veranlasst Derartiges zu publizieren, bleibt fraglich.

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Natascha Kampusch in einem InterviewWENN
Natascha Kampusch in einem Interview
Natascha Kampusch Im Interview bei Günther JauchMüller-Stauffenberg,Hartmut/ ActionPress
Natascha Kampusch Im Interview bei Günther Jauch


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