Ihrem Sport ordnet Turnerin Tabea Alt alles unter: Freizeit, Freunde, Liebe. Im Gegensatz zu vieler ihrer Altersgenossinnen spielt all das für sie nur eine untergeordnete Rolle. Sie hat sich stattdessen den Traum von Olympia verwirklicht.

Turnerin Tabea Alt
Matthew Stockman / Staff (Getty)
Turnerin Tabea Alt

Der Turnfloh (1,60 m) ist die Jüngste im Olympia-Team des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund). Bei den Olympischen Sommerspielen in Rio geht sie in sechs Disziplinen an den Start. Der Preis dafür ist hoch, wie sie der Zeitschrift Bunte berichtet: "Dafür habe ich ein Jahr die Schule vernachlässigt und wiederhole die 10. Klasse. Aber Rio ist jede Anstrengung wert." Ihre Eltern unterstützen sie, trotz der schulischen Probleme. Sie waren auch Turner und haben Verständnis für ihre ehrgeizige Tochter. Denn auch die süße Tabea bringt viele Opfer: "Abends einfach so weggehen ist nicht drin, für einen Freund habe ich keine Zeit. Aber im Olympischen Dorf dabei zu sein, entschädigt für alle Mühen."

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Instagram/Tabea Alt
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Ihre Paradedisziplin ist der Schwebebalken: "Ich turne eine Höchstschwierigkeit: das freie Rad und zwei gespreizte Flick-Flacks – alles ohne den Einsatz meiner Hände." Bei Instagram informiert sie ihre Fans über ihre Rio-Erlebnisse: "Wir sind am Sonntagmorgen gut angekommen und konnten gestern schon das Olympische Dorf erkunden. Wir sind alle gut drauf und freuen uns, dass es bald los geht. Am Donnerstag ist Podiumstraining und am Sonntag heißt es dann Daumen drücken und mitfiebern." Allerdings darf man von ihr angesichts der starken Konkurrenz keine Wunder erwarten. Aber bei Olympia ist ja bekanntlich dabei sein alles.

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Facebook/Tabea Alt
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