Der Tod des 10-jährigen Politikersohns, der auf der höchsten Wasserrutsche der Welt gestorben ist, wirft viele Fragen auf. Wie konnte es zu dem tragischen Vorfall kommen? Warum können die Parkbetreiber keine Angaben zum Unfall-Hergang machen? Und vor allem: Hätte der Tod von Caleb Thomas Schwab vermieden werden können?

Caleb Thomas Schwab
Twitter / KCTV5
Caleb Thomas Schwab

Sie ist 51 Meter hoch, 264 Stufen führen zum scheinbar ultimativen Nervenkitzel: Die "Verrückt"-Rutsche im US-amerikanischen Vergnügungspark "Schlitterbahn" in Kansas City. Sie ist eine der Hauptattraktionen der Anlage. Auch der 10-jährige Caleb Thomas wollte sich hier nur amüsieren. Doch dem Sohn des amerikanischen Abgeordneten Scott Schwab wurde die Rutsche zum Verhängnis. Die Pressesprecherin des Parks ließ laut The Guardian kurz nach der Tragödie verlauten: "Wir wissen ehrlich gesagt nicht, was geschehen ist. Daher ist eine vollständige Untersuchung notwendig. Wir müssen verstehen, was passiert ist. Es wird eine unabhängige Untersuchung geben und sie wird umfassend sein. Um ehrlich zu sein: Das ist nichts, womit wir Erfahrung haben."

Die "Verrückt"-Wasserrutsche in Kansas City, USA, während der Bauarbeiten
Schlitterbahn/ Splash News
Die "Verrückt"-Wasserrutsche in Kansas City, USA, während der Bauarbeiten

Was genau zum furchtbaren Tod des Jungen führte, können die Verantwortlichen bisher also nicht erklären. Mindestens zwei bis drei Personen müssen in einer der "Gondeln" sitzen und eine Mindestgröße von 1,35 Meter haben. Caleb soll laut CNN News ein sehr dünner und kleiner Junger gewesen sein. Im Juli 2014 wurde die Rutsche eröffnet, zuvor gab es zahlreiche Probleme, die die Inbetriebnahme immer wieder hinauszögerten.

"Verrückt"-Wasserrutsche im "Schlitterbahn"-Park in Kansas City, USA bei Nacht
Twitter / Schlitterbahn
"Verrückt"-Wasserrutsche im "Schlitterbahn"-Park in Kansas City, USA bei Nacht